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Oö. Landesarchiv

  
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Jahresbericht 2016

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Icon - Sprung zum Seitenanfang Einleitung

Das Jahr 2016 brachte für das Oö. Landesarchiv einen großen Erfolg. Der letzte der über 25.000 vom Essigsäuresyndrom bedrohten Mikrofilme konnte erfolgreich digitalisiert werden. Ein Projektende ist damit zwar noch nicht abzusehen, aber das wichtigste Ziel ist erreicht: Totalverluste von oberösterreichischem Verwaltungsschriftgut aus der Zweiten Republik sind nunmehr auszuschließen. Das Hauptaugenmerk liegt in den nächsten Jahren auf der digitalen Rekonstruktion der betroffenen Akten.

Im Frühjahr konnten zudem die Arbeiten am Archivinformationssystem AUGIAS wieder aufgenommen werden, die durch den Ausbruch des Essigsäuresyndroms und den damit einhergehenden notwendigen hohen Zeitaufwand zu seiner Bekämpfung auf ein Minimum reduziert werden mussten. Mit der Fotosammlung des Oö. Landesarchivs ist inzwischen auch einer der Großbestände in AUGIAS übernommen worden.

Im Bereich der Landesgeschichte ist es gelungen, die langjährige Dominanz der zeit-geschichtlichen Forschung ein wenig zurückzudrängen. Neben zwei Publikationen im Rahmen des laufenden wissenschaftlichen Großprojektes zur Erforschung der Geschichte von Oberösterreich zwischen 1918 und 1938 erschien in Kooperation mit der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaft der zweite Band des Historischen Atlas von Bayern – Teil Innviertel, Ried. Ebenso wie in diesem Band steht die Hof- und Güterforschung im 18. und 19. Jahrhundert im Mittelpunkt der Arbeiten am Historischen Atlas von Oberösterreich. Erste Ergebnisse zum Hausruckviertel sollen 2018 in bewährter Kooperation mit der DORIS Gruppe der Abteilung Geoinformation und Liegenschaften im Digitalen Oberösterreichischen Geschichtsatlas erscheinen. Im Bereich des Mittelalters konnte die Bearbeitung der Starhemberger Urkunden fortgesetzt werden. Für nächstes Jahr ist eine Veröffentlichung auf dem europäischen Urkundenportal monasterium.net geplant.

Die große Herausforderung der kommenden Jahre bleibt allerdings der Aufbau eines sicheren digitalen Langzeitarchivs auf Grundlage des Referenzmodells OAIS (Open Archival Information System). Gemeinsam mit der Abteilung IT konnte mit der Befüllung eines Massenspeichers begonnen werden, der zurzeit auf ein Petabyte ausgelegt ist. Die Übertragung der Daten von den derzeit noch bestehenden lokalen Servern des
Oö. Landesarchivs sollte 2018 abgeschlossen sein. Künftig werden digitale Quellen, egal welcher Herkunft vom digitalisierten Papierakt bis zum elektronischen Akt (ELVIS), nur mehr auf dem zentralen Massenspeicher archiviert.

Das Jahr 2018 wird für das Oö. Landesarchiv aber noch eine weitere Herausforderung mit sich bringen – den Umstieg auf den elektronischen Akt. Damit sollte das Landesarchiv, wie im Bereich der Archivierung schon längst vollzogen, nunmehr auch im Amtsbetrieb endgültig im digitalen Zeitalter ankommen.

Cornelia Sulzbacher

Icon - Sprung zum Seitenanfang Projekte

Essigsäuresyndrom
(Cornelia Sulzbacher)

Bei der Bekämpfung des Essigsäuresyndroms konnte 2016 ein wichtiger Meilenstein
erreicht werden: Der letzte der vom Zerfall bedrohten Filme wurde digitalisiert!

Nachdem 2014 die ersten vom Essigsäuresyndrom befallenen Filme im Mikrofilmbestand der ehemaligen Zentralregistratur gefunden worden waren, begann das Oö. Landesarchiv an zwei Scanstationen mit der Digitalisierung. Im Herbst dieses Jahres lief der letzte der über 25.000 Filme durch die Scanner. Somit ist sichergestellt, dass es zu keinen Verlusten beim oberösterreichischen Verwaltungsschriftgut der Zweiten Republik kommen wird.

Das Projekt ist damit allerdings noch nicht beendet. Gleichzeitig mit dem Scannen begann die Nachbearbeitung der digitalisierten Filme, die zunächst in Einzelbilder zerlegt werden müssen, um sie schließlich wieder zu einem gesamten Akt zusammenführen zu können. Diese „Aktenrekonstruktion“ erfolgt derzeit virtuell. In einer Datenbank werden von mehreren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die jeweiligen Akten mit Geschäftszeichen und Ordnungsnummern der ersten und letzten Seite des Aktes zusammengestellt. Derzeit liegen bereits die Metadaten zu 690.000 Akten vor. In einem letzten Schritt sollen durch ein Verknüpfen der Informationen aus der Datenbank und der vorhandenen Einzelbilder vollautomatisch wieder Gesamtakten als multi page pdf erstellt werden.

Die Bewältigung der Auswirkungen des Essigsäuresyndroms band die letzten Jahre einen erheblichen Teil der Personal- und Zeitressourcen des Oö. Landesarchivs. Diese Situation sollte sich 2017 langsam entspannen, auch wenn ein Ende der Aktenrekonstruktion wohl erst in mehreren Jahren zu erwarten ist.


„Vom Guten des Schlechten“[1] – der neue digitale Massenspeicher des Landesarchivs in der Abteilung Informationstechnologie (IT)
(Peter Zauner)

Vorgeschichte: Die digitalisierten Mikrofilme des Verwaltungsarchivs

Das die Zersetzung von Teilen der Mikrofilme des Verwaltungsarchivs verursachende Essigsäuresyndrom, das im August 2014 festgestellt worden war, führte zum größten Digitalisierungsprojekt, das das Landesarchiv bisher durchgeführt hat.[2] Schnell war nämlich klar geworden, dass als einzige moderne Maßnahme die rasche Digitalisierung der Mikrofilme infrage kam, um die Überlieferung des Schriftguts der oberösterreichischen Landesregierung und der Bezirkshauptmannschaften in dieser weitgehend unikalen Form sichern zu können. Ebenso rasch wurde aber auch deutlich, dass das Landesarchiv nicht über die Kapazitäten verfügte, die dabei entstehenden Datenmengen mit eigenen Mitteln zu bewältigen und die Verantwortung für die Langzeitsicherung übernehmen zu können.

Aus der Krise, die das Auftauchen des Essigsäuresyndroms bedeutete, resultierte das Angebot der Abteilung IT, die eigenen Speichermöglichkeiten nach den neu erwachsenden Erfordernissen aufzurüsten und die Speicherung und Sicherung der Daten aus der Digitalisierung der Mikrofilme des Verwaltungsarchivs in ihren Verantwortungsbereich zu übernehmen.

Die digitalen Daten des „historischen Archivs“

Das Landesarchiv setzt seit mehr als zehn Jahren stark auf die Digitalisierung und digitale Bereitstellung. Dabei wurden bisher nicht nur historische Unterlagen im Archiv selbst digitalisiert, sondern auch verstreut verwahrte, für die Landesgeschichte wichtige regionale Quellen. Die katholischen und evangelischen Pfarrmatriken sowie die Gendarmeriechroniken bildeten dabei die größten Digitalisierungsprojekte. Seit Frühjahr 2013 werden die handgeschriebenen neuen Grundbücher (Laufzeit ca. 1880 bis ca. 1985) von den oberösterreichischen Bezirksgerichten übernommen und im Landesarchiv gescannt.

Dabei entstehen riesige Datenmengen; sie konnten bis zum Vorjahr vom Landesarchiv selbst gespeichert, gesichert und im digitalen Lesesaal bereitgestellt werden. Die dafür aufgebaute Infrastruktur hat sich bewährt und hat – trotz gelegentlicher kleiner Pannen – gut funktioniert. Der Datenzuwachs stieg allerdings so rasch an, dass die Speicherkapazitäten an ihre Grenzen stießen und sich ein enormer Rückstau bei der Bearbeitung größerer Datenmengen bildete. Es war daher absehbar, dass entweder eine andere, neue und wesentlich größer dimensionierte Lösung für die Speicherung der Daten gefunden oder ein Teil der Massendigitalisate für die allgemeine Benutzung ausgespart werden müsse.

Während der Überlegungen über die weitere Vorgangsweise bot die Abteilung IT an, auch die digitalen Daten des „historischen Archivs“ zu übernehmen und sie ebenso wie die Digitalisate der Mikrofilme professionell zu betreuen. Aus Sicht des Landesarchivs war dies die beste Lösung, auch weil sie eine Aufsplitterung in zwei getrennte größere Datenverwaltungen nicht mehr nötig machte, und so wurde dieses Angebot dankend angenommen.

Die Vorarbeiten

In Abstimmung mit der Abteilung IT, von der vor allem die Vorgabe kam, dass die Speicherung der Daten in Paketen zu je 5 Terabyte (TB) erfolgen solle, hat das Landes-archiv eine Struktur des digitalen Speichers entwickelt, die in Hierarchiestufen aufgebaut ist. Die oberste Ebene besteht aus Einheiten, die deutlich größer als 5 TB sind. Digitale Großbestände bilden jeweils eine eigene Gruppe, kleinere digitale Bestände oder Bestandsteile sind zu größeren Gruppen zusammengefasst.

Vereinbart wurde weiters, dass alle Digitalisate in diesen Massenspeicher überführt werden, also auch jene, deren Bearbeitung und Aufbereitung noch nicht abgeschlossen sind. Dahinter steckt die Überlegung, dass damit der momentane Stand der Bearbeitung gesichert werden und kein Risiko eines Datenverlustes entstehen könne. Diese noch im Arbeitsprozess stehenden Daten werden in 5 TB-Pakete gefüllt, denen ein „T“ (für temporär) vorangestellt wird.

Die Entwicklung der Struktur und die Vorarbeiten durch die Abteilung IT waren am Ende des dritten Quartals 2015 abgeschlossen, im vierten Quartal folgten Praxistests, die zu einem akkordierten Workflow führten, und erste Überspielungen größerer Datenmengen.

Nach dem Abschluss der Überspielung und der Freigabe der Daten pro 5-TB-Paket durch das Landesarchiv werden die Daten in der Abteilung IT fixiert, das heißt, dem Landes-archiv wird das Schreibrecht und damit die Möglichkeit auf Veränderung der Daten entzogen. Dann werden die Daten in der Abteilung IT gesichert und jeweils zwei Protokolle (je eines für die oberste Ordnerebene und auf Fileebene) erstellt, die in jedem Paket ab-gelegt werden.

Die Befüllung des Massenspeichers

Die Befüllung des Massenspeichers in größerem Stil begann im Jänner 2016. Dafür standen zwei PC der Abteilung IT exklusiv zur Verfügung. Die Daten wurden von dort über externe Festplatten in das jeweils vorgesehene 5-TB-Paket überspielt.

Priorität hatten dabei naturgemäß jene Daten, die aus den ersten beiden Phasen der Mikrofilmdigitalisierung der Akten des Verwaltungsarchivs entstanden sind, und zwar die der digitalen Mikrofilmstreifen und der daraus erzeugten Einzelbilder. Für eine Unter-brechung der Überspielung im zweiten Quartal sorgten qualitäts- und technische Probleme, nach deren Behebung die Streifen beinahe aller zur Digitalisierung vorgesehenen Mikrofilmen fast zur Gänze und die Einzelbilder zu einem wesentlichen Teil bis Jahresende 2016 überspielt wurden. Die Gesamtmenge dieses Bereiches beträgt derzeit etwa 450 TB.

Der zweite Schwerpunkt wurde auf jene Daten gelegt, die aus Kapazitätsgründen nicht auf einem der NAS-Server im Landesarchiv gespeichert werden konnten und die darüber hinaus umfassender zu bearbeiten sind. Diese betreffen die Herrschaftsprotokolle im Bestand Landesgerichtsarchiv (LGA) und in anderen Beständen, die vereinfacht als Vorgänger der Grundbuchsurkunden vor 1850 angesehen werden können und die Kauf- und Übergabeverträge, Abhandlungen etc. enthalten. Die Originale dieser Herrschafts-protokolle befinden sich im Landesarchiv und wurden von einem Kooperationspartner im Landesarchiv digitalisiert. Teilweise gibt es im digitalen Satz des Landesarchivs noch Lücken, die mit jenem des Kooperationspartners oder durch Nachdigitalisierung gefüllt werden sollen. Bisher sind etwa 100 TB auf den Massenspeicher überspielt.

Ein dritter Bereich wurde im Jahr 2016 noch begonnen, und zwar die Überspielung der neuen Grundbücher jener Bezirksgerichte, deren Digitalisierung bereits abgeschlossen ist.

Ausblick

Im Lauf des Jahres 2017 sollte die Überspielung der Daten in den Massenspeicher ab-geschlossen werden können. Auf dem Programm stehen dann die Pfarrmatriken, die vielen kleineren vom Papier oder vom Mikrofilm digitalisierten Bestände des historischen Archivs und das alte (Laufzeit ca. 1790 bis 1879) und das neue Grundbuch.


Bestandseinlagerungen Außendepots
(Willibald Mayrhofer)

2016 wurden die handschriftlich geführten neuen Grundbücher der Gerichtsbezirke Bad Ischl, Freistadt, Grünburg, Kirchdorf, Kremsmünster, Leonfelden, Schwanenstadt und Vöcklabruck in das Außendepot Lambach verlagert.

Im Sommer 2016 wurden auch die angemieteten und mit Metallstellagen ausgestalteten Räumlichkeiten im Schloss Hartheim sowie im Meierhofgebäude mit Archivalien befüllt.

Im dritten Obergeschoß des Schlosses Hartheim (Süd- und Ostflügel) wurden Unterlagen der Krankenhausarchive Wagner-Jauregg Nervenklinik, Landesfrauenkliniken Linz und Wels, Krankenhäuser Mondsee, Ostermiething und Steeg, Oö. Hebammengremium, Säuglingsheim Wels sowie die Fürsorgerinnenkartei untergebracht. Im ersten Obergeschoß des Meierhofgebäudes Hartheim wurden die Notariatsarchive der Landes-gerichtssprengel Linz, Ried und Steyr eingelagert.


Gutsverwaltung Aistersheim
(Willibald Mayrhofer)

Vom Privatarchiv der Gutsverwaltung Aistersheim wurden Archivalien aus dem 16. bis 19. Jahrhundert der ehemaligen Herrschaft Aistersheim zur Digitalisierung in das Oö. Landesarchiv entlehnt. In erster Linie handelt es sich um Archivalien, die für die Haus-, Heimat- und Familienforschung interessant sind. Es wurden in erster Linie Gerichts-, Verhörs-, Kaufbrief- und Inventurprotokolle sowie Waisenbücher des 17. und 18. Jahrhunderts leihweise übernommen. Urbare, Anschläge, Zehent- und Steuerregister des 16. bis 19. Jahrhunderts runden den zu digitalisierenden Bestand ab. Lediglich die Geschäftsprotokolle von 1820 bis 1845 des Pfleggerichtes und des Distrikts-kommissariates Aistersheim stellen keine typischen  Heimatforscherunterlagen dar. Die Verzeichnung all dieser Archivalien wurde von Willibald Mayrhofer durchgeführt. Die Digitalisierung begann im November 2016  und wird voraussichtlich bis Sommer 2017 dauern.


Digitalisierung Schlossarchiv Starhemberg in Haag am Hausruck
(Josef Weichenberger)

Im Schloss Starhemberg in Haag am Hausruck existiert ein Restbestand des ursprünglichen Herrschaftsarchivs. Die landeskundlich interessantesten Teile wurden nun mit Erlaubnis der Besitzerin im Oö. Landesarchiv digitalisiert. Besonders bemerkenswert sind Urbare (16. und 17. Jahrhundert) Unterlagen zu den Bauernkriegen, Herrschaftsprotokolle (17. und 18. Jahrhundert) und Kriminalakte über Verbrechen, die zur Hinrichtung führten (18. Jahrhundert).


Historischer Atlas von Bayern – Innviertel[3]
(Gerhard Schwentner)

Der Band II des Historischen Atlas von Bayern-Innviertel, „Das Landgericht Ried“, wurde gemeinsam mit dem Mitautor Roger M. Allmannsberger inhaltlich fertiggestellt, der Kommission übermittelt und noch im Berichtsjahr gedruckt. In dem Atlas-Band werden zuerst die geografischen und archäologischen Befunde, anschließend die Besiedlungsgeschichte des ehemaligen Landgerichtes Ried, etwas kleiner als der heutige Bezirk, nachgezeichnet. Daran anschließend folgen die Entwicklung der lokalen Herrschaftsträger sowie die statistische Güterbeschreibung mit Stand des Jahres 1752. Abgeschlossen wird der Atlas mit der Beschreibung des Übergangs des Innviertels an Oberösterreich 1779 sowie der verwaltungsmäßigen Entwicklung bis in die Gegenwart. Im Dezember 2016 erfolgte die Präsentation bei der Kommission für Bayerische Landesgeschichte in München. Für den Band III „Die Land- und Pfleggerichte des südlichen Innviertels“ wurde das Manuskript des statistischen Teils weiterbearbeitet.


Historischer Atlas von Oberösterreich
(Gerhard Schwentner)

Als eine der wesentlichen Grundlagen zur Erstellung eines Historischen Atlas von Oberösterreich sollen alle Güter zum Stichjahr 1829 mit ihren besitzgeschichtlichen Daten erfasst und im Digitalen Oberösterreichischen Geschichtsatlas (DOGA) dargestellt werden. Nach dem Innviertel, das bereits in dieser Form im Digitalen Oberösterreichischen Geschichtsatlas vorliegt, wurden nun auch alle Güter des Hausruckviertels aus den drei relevanten Quellen Theresianisches Gültbuch, Josefinisches Lagebuch und Altes Grundbuch vollständig aufgenommen. Die Zusammenführung, Identifizierung und Lokal-isierung wurde (bis auf die großen Städte Linz und Wels) fertiggestellt. Diese Daten sollen gemeinsam mit den bereits ergänzten und überarbeiteten Daten des Innviertels noch Anfang des nächsten Jahres auf der DOGA-Homepage unter „Hofnamen und Häuser-geschichten“ implementiert werden.


„Praxis für KulturwissenschafterInnen“ im Rahmen des Bachelorstudiums Kulturwissenschaften an der Johannes Kepler Universität Linz
(Norbert Kriechbaum)

Beginnend mit Mitte Oktober des Berichtsjahres absolvieren vier Studentinnen des Bachelorstudiums Kulturwissenschaften an der JKU bis Ende Jänner 2017 je hundert Praxisstunden im Oö. Landesarchiv.

Im seit 2010 angebotenen Bachelorstudium „Kulturwissenschaften“, das laut Eigen-beschreibung als interdisziplinäres Studienprogramm angelegt ist und Studieninhalte der Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften beinhaltet, sollen vielschichtige Themen- und Problembereiche multidimensional gelehrt werden.

Das Studium, das nach sechs Semestern mit einem Bachelor of Arts abgeschlossen werden kann und in Kooperation mit der Fernuniversität Hagen angeboten wird, ist darauf ausgerichtet, den Studierenden Kenntnisse für folgende Berufsfelder zu vermitteln:
 

Die im Landesarchiv eingesetzten Studentinnen Valentina Heinisch, Andrea Kienast, Vera Reingard und Susanna Schöberl absolvieren ihre Praxisstunden im Rahmen des Spezialisierungsfaches „Praxis für KulturwissenschafterInnen“, das einen Einblick in die praktische Tätigkeit von oberösterreichischen Kunst- und Kultureinrichtungen er-möglichen soll. Neben dem Landesarchiv standen in diesem Wintersemester der „Verbund Oberösterreichischer Museen“, das „Festival der Regionen“ und die „KUNSTSAMMLUNG des Landes Oberösterreich“ zur Auswahl. Im Landesarchiv sind die Studentinnen mit der Aufarbeitung des „Teilnachlasses Jeblinger“ befasst, der 2015 ersteigert wurde[4].  Der Teilnachlass des oberösterreichischen Architekten Raimund

Jeblinger (1853-1937) soll geordnet, verzeichnet und nach Möglichkeit in den bestehenden „Nachlass Jeblinger“ eingearbeitet werden. Eine besondere Herausforderung besteht darin, die zahlreichen, zu einem erklecklichen Teil unbeschrifteten Architektur-Fotografien zu identifizieren und zu lokalisieren bzw. zu recherchieren, ob auf diesen von Jeblinger entworfene Bauten oder Fremdbauten abgebildet sind.



[1] So lässt sich der Titel des Buches „Vom Schlechten des Guten“ von Paul Watzlawick adaptieren, um darauf zu verweisen, dass resultierend aus der Krise des Essigsäuresyndroms mit der Übernahme des digitalen Massenspeichers durch die Abteilung IT ein für die weitere Zukunft wesentlicher Schritt für eine positive Entwicklung getan werden konnte.

[2] Über das Ausbrechen des Essigsäuresyndroms und die ergriffenen Maßnahmen siehe den Beitrag von Gerhart Marckhgott im Jahresbericht 2014, 5–9.

[3] Siehe die Erläuterungen zum Projektstart im Jahresbericht 2009, 7

[4] Nähere Details zum Teilnachlass siehe Jahresbericht 2015, 11-12


 

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Landwirtschaftliche Betriebskarten der Bezirksbauernkammer Schärding
(Norbert Kriechbaum)

Anfang Juli des Berichtsjahres bot die Bezirksbauernkammer Schärding dem Oö. Landesarchiv die Übernahme der von der Kammer nicht mehr benötigten Landwirtschaftlichen Betriebskarten an. In insgesamt 88 Ordnern, welche die Aufschrift „Hofkarte des Reichsnährstandes, Landesbauernschaft Donauland, Kreisbauernschaft Schärding am Inn“ sowie die Bezeichnung der jeweiligen Ortsbauernschaft tragen, befinden sich die Betriebskarten aller landwirtschaftlichen Betriebe der insgesamt 30 Gemeinden des Bezirks.

Anders als die äußere Beschriftung der Ordner vermuten lässt, dürften die Karten in der unmittelbaren Nachkriegszeit angelegt worden sein, da sich die darauf enthaltenen An-gaben jeweils auf das Jahr 1946 beziehen und die Karten am linken oberen Rand mit „Landwirtschaftskammer für Oberösterreich“ beschriftet sind.

Auf den beidseitig bedruckten Karten finden sich u. a. Angaben zu den Familien- und Betriebsangehörigen, zu den Besitzverhältnissen, zur selbstbewirtschafteten Fläche, zum Einheitswert, zur Anzahl und Art der Maschinen, der  Nutzungsrechte, der angebauten Früchte, der Erträge und Erntemengen und zum Viehbestand.

Da die Betriebskarten innerhalb der Ordner alphabetisch nach den Ortschaften innerhalb der Gemeinde abgelegt wurden, sind die Namensindices der Betriebsinhaber, die jeweils auf der Innenseite der Ordnerdeckel angebracht sind, eine wertvolle Recherchehilfe.

Zwar bieten die Betriebskarten lediglich eine räumlich begrenzte Momentaufnahme der landwirtschaftlichen Besitzverhältnisse, für den Bezirk Schärding stellen sie aber zweifellos eine wertvolle agrarhistorische Quelle dar. Aus diesem Grund wurden die Betriebs-karten am 26. Juli des Berichtsjahres durch Schenkung in das Landesarchiv übernommen, wo aus ihnen ein eigener Bestand gebildet werden soll.


Übernahmen aus den Bezirksgerichten
(Willibald Mayrhofer)

Von den Bezirksgerichten wurden die handschriftlich geführten neuen Grundbücher der Gerichtsbezirke Eferding, Engelhartszell, Linz-Land, Linz-Stadt, Neuhofen, Raab, Sankt Florian, Schärding, Urfahr, das Eisenbahnbuch und die Neue Landtafel übernommen.


Übernahme Firmenbuch (vormals Handelsregister)
(Franz Scharf)

Das Firmenbuch (vormals Handelsregister) ist ein von den Landesgerichten Linz, Ried, Steyr und Wels geführtes öffentliches Register. Es besteht aus dem so genannten Hauptbuch (dem eigentlichen Firmenbuch), in dem die Eintragungen enthalten sind, und aus der Urkundensammlung (Firmenbucheintragungen, Gesellschaftsverträge, Bilanzen etc).

Im Firmenbuch werden folgende Rechtsträger eingetragen:
Einzelunternehmen (verpflichtend erst ab einen bestimmten Jahresumsatz), offene Gesellschaften, Kommanditgesellschaften, Aktiengesellschaften, Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften, Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit, Sparkassen, Privatstiftungen, Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigungen, Europäische Gesellschaften (SE), Europäische Genossenschaften (SCE), sonstige Rechtsträger, deren Eintragung gesetzlich vorgesehen ist. Vor einigen Jahren wurden vom Landesgericht Linz die Akten des Handelsregisters übernommen, die Hauptbücher werden im Frühjahr 2017 folgen. Etwa 2010 geschah dasselbe beim Landesgericht Ried. 2016 wurden auch vom Landesgericht Steyr die Hauptbücher, Findbehelfe und Akten an das Landesarchiv abgegeben. Auch dabei wurden wiederum die Akten in einer Datenbank erfasst. Diese Handelsregister- oder Firmenbuchakten beinhalten nur gelöschte (aufgelassene etc.) Betriebe. Für Recherche und Forschung benötigt man für einige Akten wegen der geschützten Inhalte (z.B. Bilanzen) eine Sondergenehmigung.

Umfang der erschlossenen Akten und Handschriften beim Landesgericht:

Steyr: 708 Einzelakte in 62 Archivschachteln und 57 Handschriften
Linz: 1898 Einzelakte in 140 Archivschachteln
Ried: 195 Einzelakte (noch in Arbeit) in 37 Archivschachteln und eine Handschrift 19. Jahrhundert
Wels: noch nichts übernommen


Die Bücher sind nach Abschluss der Verzeichnungsarbeiten frei einsehbar.


 

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Nachlass Otto Kurzbauer Teil 2 (Schachtel 9-39)
(Christoph Stöttinger)

Der zweite Teil des Nachlasses von Otto Kurzbauer, der lange Jahre Mitarbeiter des Oö. Landesarchivs war, besteht aus insgesamt 30 Schachteln. Zwei davon enthalten Persönliches und Privatdokumente. Vier Schachteln füllen die Rechercheunterlagen zur eigenen Familiengeschichte und Stammbaumforschung sowie die Aufarbeitung des Erlebten im Zweiten Weltkrieg. Kurzbauer war auch als Auftrags-Familienforscher (für die Familien Anzinger, Bruckner, Danmillner, Danerbauer, Freyberger, Fürhauser, Grimmeier, Galfe, Hain, Marsador, Sunzenauer, Friedl, Greinig, Heubach, Öppinger, Schillinger, Böhmerle, Strauß, Strixner, Mayrhofer, Riernschopf, Stinglhammer, Weinmayr) tätig, wovon die Schachteln 36 und 37 zeugen.

Der Nachlass beinhaltet auch 13 Schachteln mit Abschriften, Exzerpten, Inhaltsangaben etc. diverser Archivhandschriften sowie Namens- und Schlagwortkarteien zu diesen. Als Beispiele dafür seien hier das älteste Linzer Steuerbuch von 1595 oder die Abschriften der Handschriften 53-58 aus dem Schlossarchiv Helfenberg genannt.

Interessant ist die Tatsache, dass der Nachlass von Otto Kurzbauer auch die Nachlässe seines Vaters Josef Kurzbauer sen. (1886-1947), der k. u. k. Beamter war, und seines Bruders, des im Zweiten Weltkrieg gefallenen Gymnasiallehrers Prof. Josef Kurzbauer jun. (1908-1943), enthält. Fünf Schachteln füllen die Briefe von und an Familien-mitglieder und Freunde aus dem Zeitraum 1890-1950 sowie Familienfotos. Weiters beinhaltet die Schachtel 39 Unterlagen bzw. einen Teil des Nachlasses des Bankbeamten und Familienforschers Josef Heider.


Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung
(Engelbert Lasinger)

Im Jahr 1868 wurden die gemischten Bezirksämter aufgelöst, und an deren Stelle traten die Bezirkshauptmannschaften bzw. städtischen Magistrate (wie schon 1850 bis 1854). Die Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung wurde erst im Jahr 1903 neu gegründet und setzte sich aus Gebieten der BH Freistadt (Gerichtsbezirkssprengel Bad Leonfelden) und der BH Linz-Land (Gerichtsbezirkssprengel Urfahr und Ottensheim) zusammen. Während der Zeit des Nationalsozialismus (1938-1945) wurden die Bezirkshauptmannschaften in Landkreisämter umgewandelt, gleichzeitig die BH Urfahr-Umgebung auf-gelöst und dem Landkreis Freistadt zugeteilt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Verwaltungseinteilung von 1938 wieder hergestellt.

Die Akten der BH Urfahr-Umgebung kamen in den Neunzigerjahren im Zuge ihrer
Verfilmung durch das Verwaltungsarchiv (ehemals Zentralregistratur) ins Oö. Landes-archiv. Der Bestand wurde im Jahr 2016 geordnet, eingeschachtelt und verzeichnet.
Er besteht derzeit aus 110 Schachteln und einer Handschrift, beginnt mit dem Jahr 1870 und reicht fallweise bis 1992.

Leider sind vom Bestand der BH Urfahr-Umgebung nur wenige Archivalien vorhanden. Vor allem aus der Zeit vor 1945 fehlt ein Großteil der Unterlagen. Dadurch konnte auch kein Aktenplan erstellt werden. Der Bestand besteht vorwiegend aus den Aktenblöcken Jugendfürsorge (1910-1965), Energie (1977-1984), Sicherheitswesen (1949-1990),
Verkehrsgewerbe (1952-1982), Wasserrecht (1946-1980), den Vorstandsakten (1931-1938) und der Wasserbuch-Urkundensammlung (1870-1992). Bei Recherchearbeiten
sollten unbedingt die Gebiets- und Verwaltungsveränderungen der BH Urfahr-Umgebung (siehe oben) beachtet werden.


Nachlass Anton Reinthaller
(Mario Pfanzagl)

Ing. Anton Reinthaller (1895-1958) hatte seine politische Karriere im Landbund
begonnen, ehe er sich Anfang der 1930er-Jahre der NSDAP anschloss. Der Gutsbesitzer und Agrarpolitiker wurde als gemäßigtes NSDAP-Mitglied schließlich auserkoren,
die „Nationale Aktion“ des Ständestaats anzuführen, die eine Einbeziehung nationaler Kreise in das ständestaatliche Regime vorsah. Reinthallers Rolle als Vermittler wurde von der offiziellen NSDAP-Führung jedoch nicht anerkannt. Im nationalsozialistischen
„Anschluss“-Kabinett Dr. Arthur Seyß-Inquarts bekleidete Reinthaller den Posten des Landwirtschaftsministers. Nach Vollzug des „Anschlusses“ wurde er Reichstags-abgeordneter und Unterstaatssekretär im Reichsministerium für Ernährung und Land-wirtschaft. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Reinthaller als hochrangiger
Vertreter des NS-Regimes zunächst interniert und mehrmals angeklagt. 1955 gehörte Reinthaller zu den Gründern der FPÖ.

Der Nachlass Reinthallers beinhaltet Korrespondenzen betr. seine politische Karriere
(Nationale Aktion, NS-Zeit, VdU/FPÖ), seine wirtschaftliche Tätigkeit und die gegen ihn geführten Gerichtsverfahren (vor österreichischen und deutschen Gerichten) sowie
Tagebücher, Gerichtsprotokolle, Fotoalben und Zeitungsausschnitte. Im Jahr 2011 vom
Oö. Landesarchiv käuflich erworben und 2016 schließlich geordnet und verzeichnet
umfasst der Bestand 16 Schachteln.



 

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(Hannes Koch)

Neben dem laufenden Archivbetrieb und der Fortführung der im Vorjahr dargestellten Projekte[1] wurde im Jahr 2016 ein bedeutender Bestand zur Bergbau- und Zeitgeschichte des Landes Oberösterreich für das Bergbauarchiv Ampflwang gesichert. Der Berg-knappenverein Ampflwang unter Obmann Josef Pollhammer konnte gewonnen werden, einen Teil des Nachlasses des 1945 verstorbenen Hofrats Ing. Franz Heissler von dessen Familie anzukaufen und dem Bergbauarchiv Ampflwang als dauerndes Depositum zu überlassen.

Es handelt sich dabei um persönliche Dokumente des 1868 geborenen Bergingenieurs und Politikers, der von 1920 bis 1938 Direktor bzw. Zentraldirektor der Wolfsegg-Traunthaler Kohlenwerks Aktiengesellschaft (WTK) war. Von 11. März bis 12. November 1934 war er in Oberösterreich auch politisch als Landesrat tätig.

Während seiner Tätigkeit für die WTK wurden die zu dieser Zeit energiepolitisch wichtige Modernisierung und die Erweiterung der Bergwerksanlagen in Ampflwang durchgeführt. Im übernommenen Bestand befinden sich u. a. zwei Fotoalben, die die Werksanlagen der WTK vor und nach dieser Investitionsphase durch bedeutende Profi-fotografien dokumentieren.

Erste Einblicke in diese Materialien wurden der interessierten Öffentlichkeit im Oktober 2016 unter Beisein des Herrn Landeshauptmannes Dr. Josef Pühringer bei den Ampflwanger Kulturtagen ermöglicht.

[1] siehe Jahresbericht 2015, 16


 

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Oberösterreich 1918 – 1938  IV und V
(Gerhard Steininger)

Im Jahr 2010 wurde das Oö. Landesarchiv mit der Durchführung eines Großprojektes beauftragt – der wissenschaftlichen Erforschung der Geschichte Oberösterreichs in der Ersten Republik. Damit gehört das Land Oberösterreich wie bereits bei der umfassenden Bearbeitung der Geschichte der NS-Zeit zu den Vorreitern innerhalb Österreichs.

Die Ergebnisse der mehrjährigen Forschungen erscheinen seit 2012. In der populärwissenschaftlichen Reihe sind bisher drei Bände herausgegeben worden: ein Band zu Landeshauptmann Heinrich Gleißner, einer zu den Ereignissen rund um den Februar 1934 und ein Fotoband zum Alltagsleben in der Zwischenkriegszeit. Gut lesbare aber dennoch wissenschaftlich fundierte Texte richten sich dabei an ein breites Publikum.

2016 sind auch in der wissenschaftlichen Reihe zwei weitere Sammelbände erschienen, die neue Erkenntnisse und Einsichten zu bisher wenig bearbeiteten Themen der Entwicklung jener Zeit vermitteln. Band IV beschäftigt sich mit sozialen Themen, während Band V unter anderem das Kriegsende 1918 beleuchtet.
 

Oberösterreich 1918 – 1938  IV

Nach zwei Bänden mit Beiträgen zur politischen Geschichte und einem mit Themen zur Wirtschafts- und Gesellschaftsgeschichte liegt der Schwerpunkt des vierten Bandes der wissenschaftlichen Reihe im sozialen Bereich. Die Themenpalette reicht dabei vom demographischen Wandel zwischen 1918 und 1938, über die Situation Erwerbsloser während der Zwischenkriegszeit hin zum Kinderschutz und zur Jugendfürsorge. Eine Geschichte der psychiatrischen Anstalt Niedernhart und ein Beitrag zum Umgang mit Menschen mit Behinderungen runden das Werk ab.

„Wer noch die Möglichkeit hatte, mit seinen Eltern oder Großeltern über diese Zeit zu reden, hat vermutlich vor allem von der Massenarbeitslosigkeit erfahren, von Gewalttaten und der Weltwirtschaftskrise. All das war die Zwischenkriegzeit, aber es gab auch Lichtblicke, positive Errungenschaften, von denen wir heute noch profitieren“, betonte Landeshauptmann Pühringer bei der Präsentation des Bandes.  Er verwies in diesem Zusammenhang auf  die Einführung des Acht-Stunden-Tages, das Verbot von Kinderarbeit und die Einführung einer Arbeitslosenversicherung. Aber auch der Ausbau eines oberösterreichweiten Netzes an Mutterberatungs- und Tuberkulosefürsorgestellen sowie die Verbesserung der Ausbildung von Ärzten und Pflegepersonal gehen  auf die Zwischenkriegszeit zurück.

326 Seiten
ISBN 978-3-902801-25-8
Preis: 35 Euro


Oberösterreich 1918-1938  V

Es ist noch nicht einmal hundert Jahre her, dass unser Land vor einer einschneidenden Wende in seiner Geschichte stand. Der Erste Weltkrieg war verloren, die Monarchie am Ende. In Oberösterreich übergab der kaiserliche Statthalter Erasmus von Handel am 2. November 1918 die Amtsgeschäfte offiziell an den oberösterreichischen Landeshauptmann Prälat Johann Nepomuk Hauser.

Die Menschen in Oberösterreich standen bei Kriegsende vor großen Herausforderungen. Es mangelte an allem: an Wohnungen, Kleidung, Schuhen, Heizmaterial. Immer wieder kam es zu Hungerunruhen. In ihrer Arbeit „Das Kriegsende 1918 und der politische Umbruch in Oberösterreich“  schildern Sabine Fuchs und Peter März, wie Politik und Bevölkerung in unserem Bundesland mit der schwierigen Krisensituation umgingen.

Ein weiterer Beitrag in Band V widmet sich der schillernden Persönlichkeit des Priesters und Sozialdemokraten Franz Jetzinger. Anhand seiner Person stellt die Autorin Karin Bachschweller das Spannungsfeld zwischen Kirche und Politik in der Zwischenkriegszeit dar.

Stefan Wolfinger skizziert in seiner Arbeit die Geschichte und Ideologie der Vaterländischen Front  (VF) in Oberösterreich. Der Bogen spannt sich dabei von der Gründung der VF im Mai 1933 bis zur Liquidierung dieser Einheitspartei des Ständestaates nach dem deutschen Einmarsch im März 1938.

428 Seiten
ISBN 978-3-902801-28-9
Preis: 35 Euro


 

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Montanhistorische Tagung in Bad Ischl
(Josef Weichenberger)

Für 21. und 22. Juni 2016 lud der „Montanhistorische Verein Österreich“ zur Tagung „Salz und Archive“ nach Bad Ischl. Josef Weichenberger hielt einen Vortrag über die im Oö. Landesarchiv verwahrten Salinenarchive. Salzgewinnung und Salzhandel erforderten eine gute Organisationsstruktur, die sich in mehreren staatlichen Verwaltungsstellen
(z. B. Verwesamt, Salzoberamt, Bergmeisteramt) widerspiegelt. Die Oberaufsicht vor Ort lag seit 1338 beim Hofschreiberamt, besonders interessante Aufzeichnungen sind die
Wochenberichte, in denen z. B. 1734 auch der Fund des „Mannes im Salz“ erwähnt wird. Das 1346 gegründete Bergmeisteramt war für den Salzabbau und Personal-angelegenheiten zuständig. Die Salinenarchive gehören zu den ältesten Archiven Ober-österreichs, wobei der Verlust vieler älterer Archivalien zu beklagen ist. Dennoch sind umfangreiche Bestände erhalten, die einen Einblick in einen wichtigen Aspekt der ober-österreichischen Wirtschafts- und Sozialgeschichte bieten.


„Archäologie am Berg“
(Josef Weichenberger)

Das Naturhistorische Museum Wien organisierte am 20. und 21. August 2016 in Hallstatt die Veranstaltung „Archäologie am Berg“. Dabei wurden die neuesten Ergebnisse zur Erforschung der Geschichte der Salzgewinnung in Hallstatt präsentiert. Das Oö. Landes-archiv zeigte drei historische Salzbergkarten sowie urkundliche Belege zum „Mann im Salz“ und gab einen Einblick in seine Salinenarchiv-Bestände.

Mittels der alten Salzbergkarten lassen sich Fundstellen prähistorischer Artefakte im Bergwerk lokalisieren. Viele Fundplätze in den Stollen sind nun nicht mehr zugänglich, aber auf den Karten lagemäßig exakt vermerkt.

Unter dem 3. April 1734 ist im Totenbuch von Hallstatt die Bergung und Bestattung eines Leichnams eingetragen, der zwei Tage zuvor im sogenannten Kilbwerk gefunden wurde. Weitere Belegstellen finden sich in den Vermessungsunterlagen der damaligen Zeit, denn ein derartiger Fund war auch damals ungewöhnlich und wurde genauer untersucht. Durch diese neu entdeckten Angaben konnte der Fundplatz des „Mannes im Salz“ genauer
lokalisiert werden.


 

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„Heimat – Ringvorlesung für Studierende und alle Interessierten“
(Norbert Kriechbaum)

Unter dem in den unterschiedlichsten Zusammenhängen verwendeten, oftmals sperrigen und mitunter auch missbrauchten Titel „Heimat“ initiierte die Oö. Landesbibliothek in Kooperation mit anderen Kulturinstituten des Landes Oberösterreich (Adalbert-Stifter-Institut, Oö. Landesarchiv und  Oö. Landesmuseum), der Anton Bruckner Privatuniversität, der Katholischen Privat-Universität Linz sowie der Integrationsstelle des Landes eine Ringvorlesung. Diese stellt eine reguläre Lehrveranstaltung für Studierende der beiden Universitäten dar, wendet sich darüber hinaus aber an alle am Thema Interessierten.

Der Auftakt zur Ringvorlesung fand am 6. Oktober 2016 in der Oö. Landesbibliothek mit einem Vortrag zum Thema „Heimaten – ein Kaleidoskop“ statt, weitere sieben Veranstaltungen dieser Reihe folgten bzw. werden folgen. Das Spektrum der behandelten Themen ist breit gefächert und reicht von den Grenzen Oberösterreichs in Sprache und Literatur (Adalbert-Stifter-Institut) über Kunst und Volkskultur („Kleider der Heimat“, „...Heimat in der Kunst“ im Oö. Landesmuseum), „Heimat in der globalisierten Welt“ (Katholische Privat-Universität Linz) bis zur Fragestellung „Heimat – starre Vergangenheit oder flexible Zukunft?“ (Integrationsstelle Land Oberösterreich). Ihren Abschluss wird die Ringvorlesung am 26. Jänner mit einem „Gesprächskonzert“ (Gesang: Univ.-Doz. Mag. Kurt Azesberger, Klavierbegleitung: Univ.-Prof. Thomas Kerbl) finden, bei dem der aus Wien gebürtige Komponist Ernst Krenek und sein Liederzyklus „Reisebuch aus den österreichischen Alpen“ im Fokus stehen.

Am 20. Oktober des Berichtsjahres referierte Anton Brander, Historiker an der Ludwig-Maximilians-Universität München, im Landesarchiv zum Thema „Politische und kulturelle Heimat in der Barockzeit“. Darin spannte der Vortragende einen weiten Bogen von den ältesten Verwendungszusammenhängen des Heimatbegriffs über die durch die Türkenkriege des 17. Jahrhunderts bedingte Beschwörung einer „Europa christiana“ und die Frage nach der „Bindekraft“ des Heiligen Römischen Reiches bis zum „Land“ im Sinne eines historischen Landesverständnisses. Zur Illustration des Vorgetragenen bediente sich Herr Brandner einiger Stücke aus den Beständen des Landesarchivs (Kupferplatte und Druck eines Vischer-Stiches, Topographia Austriae superioris modernae von Vischer, Autograph des „Hoamatgsangs“ von Hans Schnopfhagen, Promulgation anlässlich der 2004 erfolgten Erhebung des heiligen Florians zum Landespatron)

Die schriftlichen Beiträge zu den Vorlesungen werden in einem vom Landesarchiv herausgegebenen Sammelband erscheinen.


Ausstellung „41 Tage. Kriegsende 1945 – Verdichtung der Gewalt“
(Josef Goldberger)

Am 3. November war die Ausstellung „41 Tage. Kriegsende 1945 – Verdichtung der Gewalt“ im Oö. Kulturquartier eröffnet worden, die bis 25. November lief. Thema der Ausstellung waren die so genannten Kriegsendphaseverbrechen in der Zeit zwischen dem Überschreiten der Grenze des heutigen Österreichs durch die Rote Armee im Burgenland und dem Kriegsende am 8. Mai 1945. Die Verdichtung der Gewalt und der Terror nach innen waren zwei wesentliche Elemente dieser Kriegsendphase, die rund 30.000 Todes-opfer in Österreich gefordert hat.

Oberösterreich war dabei ein Zentrum der Gewalt (Todesmärsche, Lynchjustiz als Reaktion auf den Bombenkrieg, ...). Das Oö. Landesarchiv unterstützte das Kuratorinnen- und Kuratoren-Team bei der Quellenrecherche. Das die Ausstellung begleitende Vortrags- und Diskussionsprogramm (Weiblicher Widerstand in Oberösterreich, Fliegerlynchjustiz, Bombenkrieg in Erinnerung und Gedächtnis) wurde von Dr. Cornelia Sulzbacher und Dr. Josef Goldberger moderiert.


„Die Zukunft der Vergangenheit in der Gegenwart. Archive als Leuchtfeuer im Informationszeitalter“
Jahrestagung des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung in Kooperation mit dem Oberösterreichischen Landesarchiv, dem Steiermärkischen Landesarchiv und dem Wiener Stadt- und Landesarchiv.

(Jakob Wührer)

Von 9. bis 11. November fand im Wiener Stadt- und Landesarchiv die diesjährige Jahrestagung des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung statt. Drei Tage lang hielten Expertinnen und Experten aus Deutschland, Großbritannien, Kanada, Österreich, der Schweiz und Slowenien Vorträge zur Rolle der Archive in Gegenwart und Zukunft und zu den gegenwärtigen Herausforderungen für Archivarinnen und Archivare und diskutierten mit den zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörern aus dem In- und Ausland.

Die Tagung war in vier Sektionen gegliedert. Die erste Sektion befasste sich mit der Kategorisierung von Informationen und stellte die Frage nach einer (neuen) Quellenkunde im Archiv. Nicht nur in dieser Sektion sondern insgesamt war die Digitalisierung unserer Lebenswelt immer ein zentraler Aspekt. Die zweite Sektion war dem Thema Über-lieferungsbildung und Bewertung, die dritte Sektion dem Bereich der archivischen Erschließung („Informationsaufbereitung und -vermittlung) gewidmet, und die vierte Sektion befasste sich schließlich mit der Interaktion des Archivs mit seiner Umwelt beziehungsweise mit dem Wesen von Archiven.

Am Donnerstag fand ein Abendvortrag im ehemaligen Gemeinderatssitzungssaal des Alten Wiener Rathauses statt. Festrednerin war die renommierte Archivarin und Archivwissenschafterin Luciana Duranti (Professorin an der Universität von British-Columbia in Vancouver, Kanada). Luciana Duranti kehrte die demokratiepolitisch wichtige Rolle der Archive als Bewahrer verlässlicher Informationen hervor.

Dr. Gehart Marckhgott, ehemaliger Direktor des Oö. Landesarchivs, strich in der von ihm abschließend präsentierten Zusammenfassung hervor, dass zwei Aspekte während der dreitätigen Tagung immer wieder diskutiert und thematisiert wurden: Transparenz und Zugang. Archive müssen alle ihre Arbeitsschritte und vor allem ihre Strategien hinsichtlich der archivischen Bewertung transparent machen, und der Zugang zu den archivierten Unterlagen muss immer weiter erleichtert werden, um den Nutzungserwartungen besser gerecht zu werden.


 

Icon - Sprung zum Seitenanfang Personalia

(Willibald Mayrhofer)

Beförderungen:
Bestellung von Dr. Cornelia Sulzbacher zur Leiterin des Oö. Landesarchivs mit 1.1.2016
Bestellung von Mag. Peter Zauner MAS zum stv. Leiter mit 14.3.2016

höherwertige Verwendungen:
OOffzl. Martin Festner
Paul Schlagitweit

Unkündbarstellungen:
Manuela Edelmayr mit 1.7.2016
Snježana Voštić mit 1.7. 2016

Dienstjubiläen:
Ernst Scheiterbauer (45jähriges Dienstjubiläum)
Paul Schlagitweit (40jähriges Dienstjubiläum)
Johann Penner (35jähriges Dienstjubiläum)
Gerlinde Mittermayr (25jähriges Dienstjubiläum)

Versetzungen und Neuaufnahmen:
Viktoria Etzlstorfer Auflösung des Dienstverhältnisses auf eigenen Wunsch mit Februar 2016
Dienstzuteilung von Robert Michl BA mit 1.2.2016, Versetzung zum Oö. Landesarchiv mit 1.5.2016
Versetzung von Thomas Ziermayr mit 15.3.2016 von der Straßenmeisterei Kremsmünster zum Oö. Landesarchiv als Kundenbetreuer
Versetzung von Milita Pfeiffer mit 2.5.2016 zur Oö. Landessportschule
Versetzung von Sabine Pilgerstorfer mit 4.7.2016 von der BS Freistadt zum Oö. Landesarchiv als Reinigungskraft
Versetzung von Leopold Haider mit 29.8.2016 vom Sozialpädagogischen Jugendwohnheim Wegscheid zum Oö Landesarchiv
Versetzung von Dieter Wieser mit 1.9.2016 vom Sozialpädagogischen Jugendwohnheim Wegscheid zum Oö. Landesarchiv als Betreuer
Neuaufnahme von Dr. Jakob Wührer mit 1.9.2016 als wissenschaftlicher Referent
Ausbildungsturnus von Mario Pfanzagl von 19.9.2016 - 18.12.2016 in der Oö. Landesbibliothek

Todesfall:
Barbara Vlach, die seit Juni 2013 im Oö. Landesarchiv tätig war,  ist am 22.1.2016 nach langer, schwerer Krankheit verstorben.

Altersteilzeit:
Stefanie Mitter (seit Februar 2016)
Leopold Haider (seit November 2016)

geblockte Altersteilzeit:
Gerlinde Mittermayr (seit Jänner 2016)
Ernst Scheiterbauer (seit September 2016)

Auszeichnungen:
Verleihung des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich an Dr. Gerhart Marckhgott, Direktor des Oö. Landesarchivs i.R., am 23.11.2016 durch Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer
Verleihung der Goldenen Medaille für Verdienste um die Republik Österreich an Peter Jungwirth am 23.11.2016 durch Herrn LH Dr. Josef Pühringer



Als Ausbildungsmaturant in der Oö. Landesbibliothek
(Mario Pfanzagl)

Von 19. September bis 18. Dezember hatte ich im Rahmen des Turnusses für Ausbildungsmaturantinnen und -maturanten die Möglichkeit, drei Monate in der Oö. Landesbibliothek meinen Dienst zu versehen. Für die Dauer meines Ausbildungsturnusses wurde ich in der Landesbibliothek dem stellvertretenden Direktor Dr. Rudolf Lindpointner unterstellt und erhielt Herrn Dipl.-Päd. Gregor Neuböck MAS MSc als Paten zur Seite gestellt. Neben Tätigkeiten im Bereich der Katalogisierung erhielt ich die Gelegenheit, im renommierten Digitalisierungs-Referat der Landesbibliothek mitzuwirken.

Genau wie das Oö. Landesarchiv im Bereich der Archive nimmt auch die Oö. Landesbibliothek unter den österreichischen Bibliotheken eine Vorreiterrolle ein und hat Bereiche der Digitalen Landesbibliothek via Crowdsourcing auch für eine Mitarbeit durch engagierte Nutzerinnen und Nutzer geöffnet. Vor allem dieser Umstand einer Einbeziehung der Crowd lässt die digitale Zukunft der Landesbibliothek bereits in greifbarer Nähe erscheinen. Gerade als „digital native“ weiß man diese Art von Schrankenlosigkeit zu schätzen. Des Weiteren nutzt die Oö. Landesbibliothek dank des Softwarepakets Goobi bereits einen vollständig digitalisierten Workflow von der Erstellung des Scans, über die Metadaten-Bearbeitung, bis zur Online-Bereitstellung in der Digitalen Landesbibliothek.

Im Vorfeld des Lutherjahres 2017 durfte ich unter der Ägide meines Paten sogar an der Digitalisierung einer noch zu Lebzeiten Martin Luthers herausgegebenen deutschsprachigen Bibelausgabe mitwirken und durfte weiters einige Streitschriften aus der Reformationszeit in meinen Händen halten. Bei mir als geschichtsbewusstem Menschen hinterließen diese Momente einen nachhaltigen Eindruck. Alltäglicher nahm sich im Vergleich dazu die Bearbeitung von Reiseführern, Statistiken oder Werken über den Ersten Weltkrieg aus. Gerade unter Letzteren stach mir allerdings eines der Ullstein-Kriegsbücher ins Auge, das von einem Oberleutnant zur See Dönitz verfasst worden war. Es handelt sich beim Verfasser tatsächlich um Karl Dönitz, den späteren Großadmiral und letzten Reichspräsidenten des Deutschen Reichs, der 1946 in den Nürnberger Prozessen als Kriegsverbrecher verurteilt wurde.

Die Bereitschaft der Landesbibliothek, die verschiedenen Abteilungen des Hauses Schnupperlehrlingen vorzustellen, führte auch dazu, dass die Repräsentation der Digitalen Landesbibliothek eines Nachmittags meiner Kollegin Wilma Auer-Bjelobrk und mir zufiel. Der Umgang mit interessierten Außenstehenden und vor allem Jugendlichen, die bereits mit Crowdsourcing, E-Books und Google Books aufwachsen, ermöglicht den Zugang zu manchen sehr spannenden Außenansichten des eigenen Arbeitsbereichs. Die Mission der Digitalen Landesbibliothek zu erklären, erwies sich jedenfalls als sehr einfach und führte zu einem ausschließlich positiven Echo seitens der Schnupperlehrlinge. Als de facto-Praktikant ließ ich mich selbst von dieser Begeisterung anstecken und erhielt so die Gelegenheit, meinen Enthusiasmus zu teilen.


 

Icon - Sprung zum Seitenanfang Statistik (inkl. Webzugriffe)

(Peter Zauner)

Lesesaal:
Zahl der Benutzerinnen und Benutzer 747
Gesamt-)Zahl der Tagesbesucherinnen und -besucher   2.986
bestellte Archivalien   4.824
bestellte Archivalien + Mikrofilme 5.435

 

Benutzungsentgelte 4.002 Euro
Bearbeitungsentgelte 4.181 Euro
Veranstaltungsentgelte  2.160 Euro
Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Seminaren,
Führungen und sonstigen Veranstaltungen
217



Homepage des Oö. Landesarchivs[1]:
Besuche                 48.052
Zugriffe                198.670


Präsentationen im Internet (mit Kooperationspartnern):

Urkunden[2]
Besuche                               397
Zugriffe                             6.506

Pfarrmatriken (Zugriffe)[3]    206.676

Tages- und Wochenzeitungen[4]
Besuche                          66.246
Zugriffe                         789.861

Urmappe des Franziszeischen Katasters[5]
Zugriffe                         534.765

Digitaler Oö. Geschichtsatlas[6]
Zugriffe                         895.188

Veranstaltungen (Teilnehmerinnen und Teilnehmer)[7]
Kurse zur Familienforschung[8]                                    59
Kurrentlesekurse im März und November[9]                24
Kurs zur Hausforschung für Anfängerinnen und Anfänger im November[10]                   9



[1]  www.ooe-landesarchiv.at, www.landesarchiv-ooe.at

[2]  www.monasterium.net

[3]  www.matricula-online.eu Startseite Oberösterreich

[4]  www.anno.onb.ac.at

[5]  www.doris.ooe.gv.at

[6]  www.doris.ooe.gv.at Themen – Geschichte – Der digitale Oö. Geschichtsatlas (DOGA). DOGA ersetzt die bisherige Bezeichnung Oö. Kulturatlas.

[7]  nähere Erläuterungen dazu siehe: Jahresbericht 2012, 21-22

[8]  Josef Weichenberger in Kooperation mit VHS und WIFI bzw. mit der Akademie für Volkskultur

[9]  Willibald Mayrhofer unter Assistenz von Josef Weichenberger

[10] Willibald Mayrhofer unter Assistenz von Josef Weichenberger


 

2004-2016

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1997-2003

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1896-1996

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