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Jahresbericht 2015

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Icon - Sprung zum Seitenanfang Einleitung

Was ist ein Archiv? Die Antwort, die man auf diese Frage am ehesten erhält, lautet: „eine Menge staubiges Papier“. Zu einem gewissen Grad ist das auch richtig, im Oö. Landesarchiv befinden sich über 35 Laufkilometer Archivalien, vorwiegend in Form von Papier. Dazu kommen inzwischen aber auch schon mehrere Terabyte an Daten – auf der einen Seite digitalisierte Archivalien wie Grundbücher, Matriken und Plakate, auf der anderen Seite allerdings langsam auch schon born digital Materialien, also Archivalien, die von Anfang an digital existierten und keine physische Grundlage mehr haben. In Zukunft wird diese Form der Archivalien vor allem mit der Einführung bzw. dem Rollout des elektronischen Akts beim Amt der Landesregierung stetig zunehmen.

Egal ob Papier, Mikrofilm, Datei – all dies sind „nur“ Träger für den eigentlichen Kern eines Archives: für Wissen und Information. Damit diese über die Jahrhunderte nutzbar bleiben, gehört es zu den wichtigsten Aufgaben eines Archivs, den Träger zu erhalten. Was für Papier und Pergament schon zum Routinegeschäft gehört, nämlich für das richtige Raumklima im Speicher zu sorgen, säurefreie Schachteln zu verwenden, im Schadens-fall Restaurierungsmaßnahmen zu ergreifen, muss für den digitalen Bereich erst entstehen. Sichere digitale Langzeitarchivierung wird zu den Hauptaufgaben der nächsten Jahre zählen, um – genauso wie für Papier – zu gewährleisten, dass auch digitale Informationen noch in 100 Jahren gelesen werden können.

Um auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen: Ein Archiv ist also ein riesiger Speicher voll mit Wissen und Information. Die Erhaltung von Archivalien ist aber nur eine Seite der Medaille. Wissen – egal ob auf Papier festgehalten oder in Form von Bytes – ist wertlos, wenn es zwar erhalten, aber nicht verwendet wird. Die zweite wichtige Aufgabe der nächsten Jahre wird es daher sein, die neuen Möglichkeiten, die uns das digitale Zeitalter bietet, zu nutzen, um den Zugang zu den Quellen innovativ zu erweitern und zu erleichtern.

Das Oö. Landesarchiv ist im letzten Jahr, nicht zuletzt aufgrund der Notwendigkeiten rund um die Bewältigung des Essigsäuresyndroms, intensiv in die Thematik sichere digitale Langzeitarchivierung eingestiegen und arbeitet derzeit gemeinsam mit der Abteilung IT an der Einrichtung eines digitalen Langzeitspeichers. Da die Rettung der Mikrofilme einen Großteil der Kapazitäten des Archivs gebunden hat und immer noch bindet, mussten die Verzeichnungs- und Erschließungsarbeiten im Archivinformationssystem AUGI-AS 2015 zurück gestellt werden. Inzwischen laufen die Workflows rund um die Mikrofilmdigitalisierung großteils routinemäßig, 2016 sollte daher auch eine neue Schwerpunktsetzung AUGIAS gelingen.

2015 ist im Oö. Landesarchiv aber auch eine Ära zu Ende gegangen – die Direktion von Dr. Gerhart Marckhgott (s. unten). Er hat das Haus in einer Zeit des Umbruchs übernommen, als sich langsam abzeichnete, dass die Möglichkeiten der Informationstechnologie das Archivwesen von Grund auf verändern würden. Seine Aufgeschlossenheit gegenüber der digitalen Welt hat dazu geführt, dass das Oö. Landesarchiv von Anfang an an diesen Entwicklungen teilnahm und davon bis heute profitiert. Seine Nachfolge anzutreten, ist daher eine einfache und schwere Aufgabe zugleich: einfach, weil das OÖLA am Puls der Zeit agiert und nicht Versäumtes aufholen muss, schwer, weil es gilt, Archivierung weiterhin so innovativ, zukunftsorientiert und mutig zu betreiben, wie dies die letzten 13 Jahre geschehen ist.

Cornelia Sulzbacher

Icon - Sprung zum Seitenanfang Projekte

Essigsäuresyndrom

(Cornelia Sulzbacher)

Die Bewältigung der Auswirkungen des Essigsäuresyndroms prägte das Arbeitsjahr 2015.[1] Mit Stand Jänner 2016 ist knapp die Hälfte des Mikrofilmbestandes gescannt und die darauf befindlichen Akten gesichert. Aus der Erfahrung lässt sich inzwischen abschätzen, dass bei weiterem Fortschritt der Arbeiten in vergleichbarem Tempo keine Totalverluste eintreten werden.

Neben den Sofortmaßnahmen zur Rettung der Mikrofilme wurde ein umfangreicher Workflow entwickelt, um die Digitalisierung des gesamten Verwaltungsschriftgutes, das sich im Verwaltungsarchiv befindet, in ein Gesamtkonzept zu bringen. Ziel ist es, die Verwaltungsakten egal von welchem Ausgangsmaterial (Mikrofilm, Papier) in einem einheitlichen Format sicher Langzeit zu archivieren und mit beschreibenden Metadaten im Archivinformationssystem AUGIAS zu verzeichnen. Aufgrund der großen Menge an Akten wird dieses Projekt das Oö. Landesarchiv die nächsten Jahre, wenn nicht Jahrzehnte intensiv beschäftigen.

Bewertung und Skartierung

Im Lauf des letzten Jahres konnten Bewertungsroutinen eingeführt werden, die halfen die Anzahl der zu scannenden Mikrofilme und der zu rekonstruierenden Akten weiter zu reduzieren. Es gelang inzwischen auch schon, neben den Skartierungsplänen eine historische Bewertung einfließen zu lassen. Ausgeschieden wurden Filme, die:

ohne organisatorischen Auftrag angefertigt wurden
qualitative Mängel aufweisen und deren physischen Vorlagen noch vorhanden sind
von den produzierenden Stellen und dem Landesarchiv ausdrücklich als nicht erhaltenswert beurteilt wurden

Alle diesbezüglichen Entscheidungen und Vorgänge sind in einer eigenen Skartierungsdatenbank dokumentiert.

Aktenrekonstruktion

Nach eingehender Diskussion verschiedener Lösungsansätze fiel die Entscheidung zugunsten einer virtuellen Rekonstruktion der Akten. In einer Datenbank werden die Geschäftszeichen eingetragen,  zusammen mit den Ordnungsnummern der ersten und letzten Seite des Aktes. Um die Arbeiten, die mehrere Jahre in Anspruch nehmen werden, möglichst effizient zu gestalten, wurden Prioritätsklassen gebildet, die sich am Ergebnis der Bewertung orientieren.

 

Aktenerschließung durch Metadaten

Die Erfassung der inhaltlichen Metadaten aus den Kanzleiregistern wird derzeit in einem Pilotprojekt getestet. Die automatische Übernahme von Metadaten aus KZL kann erst erfolgen, sobald sie dem Archiv nach Ende des ELVIS-Rollout zur Verfügung stehen.

Bereitstellung

Eine weitere offene Frage ist die der Bereitstellung. Ein Teil der rekonstruierten Akten fällt nicht mehr unter die Archivsperre und muss nunmehr digital zugänglich gemacht werden. Der Wechsel von archivinternen Speichersystemen hin zu einem Massenspeicher der Abt. IT und die Implementierung des Archivinformationssystems AUGIAS bedingen auch eine Neukonfiguration des digitalen Lesesaals. Mit den ersten Arbeiten wurde Ende 2015 begonnen.

Mikrofilmjackets und Fiches

Weder bei Jackets noch bei Fiches wurden bisher Anzeichen des Essigsäuresyndroms festgestellt. Ihre Bearbeitung wurde daher vorerst zurück gestellt. In einem ersten Schritt gilt es einen vollständigen Überblick über sämtliche Sonderformen mikrographischer Überlieferung zu gewinnen und ihren Zustand regelmäßig zu kontrollieren.

Fazit

Nach 1 1/2 Jahren Arbeit an der Bewältigung der Essigsäuresyndrom-Krise lässt sich feststellen, dass die Gefahr eines Verlustes eines erheblichen Teiles der oberösterreichischen Verwaltungsüberlieferung der 2. Republik gebannt ist. Der Weg bis zum Endprodukt - rekonstruierten Akten, die mit Metadaten versehen und recherchierbar sind und digital bereit gestellt werden können - ist aber noch ein weiter.

 

Neue Archivräume im Schloss Hartheim

(Willibald Mayrhofer)

Im Sommer 2015 entschloss sich das Oö. Landesarchiv aufgrund der Platznot im Hauptgebäude in Linz zusätzliche Räumlichkeiten im Schloss Hartheim und in den Nebengebäuden, die vom Institut Hartheim verwaltet werden, anzumieten. Nach Abschluss der entsprechenden Verträge wurden Anfang November 2015 die Räumlichkeiten im 3. Obergeschoß  des Süd- und Ostflügels des Schlosses Hartheim sowie das 1. Obergeschoß im Meierhofgebäude mit Metallstellagen ausgerüstet.

Im Dezember 2015 konnte dann mit der Einlagerung des Notariatsarchives, das derzeit großteils noch im Landesgericht Linz aufbewahrt wird, begonnen werden. Diese Unterlagen werden im Laufe des Jahres 2016 schrittweise nach Hartheim gebracht. Nur ein kleiner Teil des Notariatsarchivs, dessen Akten als Ersatz für fehlende Grundbuchurkunden diverser Gerichtsprengel herangezogen werden, verbleibt im Oö. Landesarchiv.

Darüber hinaus ist für Frühsommer 2016 die Auslagerung aller Krankenhausarchive, die das Oö. Landesarchiv verwahrt – vor allem die historischen Unterlagen der Landesfrauenkliniken Linz und Wels und des Wagner-Jauregg Krankenhauses Linz – nach Hartheim geplant.

Durch die Auslagerung der Krankenhausakten aus dem Landesarchiv nach Hartheim ergibt sich neben der optimalen und platzsparenden Lagerung auch noch ein besonderer Synergieeffekt: Im Schloss ist als Außenstelle des Oö. Landesarchivs schon seit Jahren die Dokumentationsstelle Hartheim untergebracht, die Materialien zur Geschichte des Schlosses als NS-Tötungsanstalt von 1940–1944 sammelt, archiviert und zur Verfügung stellt. Im Zuge von Anfragen zu diesem Themenkomplex ist auch immer wieder Einsicht in die Krankenakten jener Zeit notwendig. Da sich diese künftig direkt vor Ort befinden, können sie rascher und umfassender beantwortet werden.

 

Historischer Atlas von Bayern – Innviertel

(Gerhard Schwentner)

Gleichzeitig mit der Fertigstellung des ersten Bandes des Historischen Atlas von Bayern,  Teil Innviertel, betreffend das Landgericht Schärding[2], wurden auch die Güterdaten auf dem Digitalen oberösterreichischen Geschichtsatlas[3] unter dem Titel „Hofnamen und Häusergeschichte“ ins Internet gestellt. Der zweite Band dieser Reihe, das Landgericht Ried betreffend, wurde inzwischen endkorrigiert und das fertige Manuskript Anfang 2016 nach München an die Kommission für bayerische Landesgeschichte an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften geschickt.

Der dritte Band – „Die Land- und Pfleggerichte des südlichen Innviertels“ – befindet sich in Bearbeitung. Die Druckfassung des statistischen Teils dieses Bandes ist im Entwurf fertiggestellt.

 

Historischer Atlas von Oberösterreich

(Gerhard Schwentner)

Nach Erstellung eines Konzeptes für den Historischen Atlas von Oberösterreich wurden die Vorarbeiten für die Datenerfassung vorgenommen. Die Handschriften des Josephinischen Lagebuches wurden gemeinsam mit den Archivalien des Franziszeischen Katasters neu verzeichnet, wobei die Zuordnung nach den heute geltenden Verwaltungsstrukturen (Politischer Bezirk, Politische Gemeinde, Katastralgemeinde) erfolgte. Das auf dieser Grundlage erstellte neue Verzeichnis ist sowohl als pdf auf der Homepage des Landesarchivs als auch als Excel-Datei beim Lesesaal-Informationsdienst des Archivs einsehbar.

Ein weiterer wesentlicher Schritt war die Gesamterfassung aller in Oberösterreich begüterten Grundherrschaften mit allen Ämtern und eine Zuordnung zu den entsprechenden Handschriften des Alten Grundbuches sowie des Theresianischen Gültbuches. In diesem Zusammenhang konnte für das Innviertel eine Konkordanz der Grundherrschaftsbezeichnungen vor und nach der Abtrennung von Bayern erstellt werden.

Es stellte sich als notwendig heraus, die Aktenbände des Theresianischen Gültbuches, welche zahlreiche Rustikalfassionen enthalten, zu ordnen, zu digitalisieren und neu einzuschachteln. Begleitend wird das Verzeichnis überarbeitet. Die Vorbereitung zur Digitalisierung konnte im Jahr 2015 für die ersten 50 Schachteln durchgeführt werden, 17 Schachteln wurden auch bereits digitalisiert.

 

Digitalisierung Brief- und Inventurprotokolle

(Gerhard Schwentner und Josef Weichenberger)

Die bereits länger laufende Digitalisierungskampagne der Herrschaftsprotokolle fand auch im Jahr 2015 eine Fortsetzung. Der Großteil der Brief- und Inventurprotokolle, die nicht im Bestand „LGA“ (Landesgerichtsarchiv), sondern in den Herrschafts-, Stifts-, Stadt-, Markt-, Kommunal- und Gemeindearchiven enthalten sind, wurde dabei fast zur Gänze digitalisiert. Somit wurden zusätzlich zu  den bis 2013 digitalisierten 12.500 Handschriften aus dem LGA-Bestand noch weitere 4.000 Handschriften (mit insgesamt zwei Millionen Seiten) digital gesichert.

Diese für die besitz- und familiengeschichtliche Forschung wichtige Quelle der Herrschaftsprotokolle umfasst den Zeitraum vom 16. Jahrhundert bis 1848/50, mit einigen älteren Ausnahmen (z. B. Herrschaft Katzenberg 1370). Je nach Grundherrschaft variieren die Protokolle stark in der erhaltenen Quantität. Hervorzuheben sind die nahezu vollständig erhaltenen Jahresreihen des Stiftes Lambach von 1537 bis 1846, sowie der Herrschaften Ruttenstein von 1640 bis 1841, Steyregg von 1658 bis 1826, Traunkirchen von 1644 bis 1848 und Wildberg von 1650 bis 1848.

 

Kriegerdenkmäler im Digitalen Oberösterreichischen Geschichtsatlas (DOGA)

(Norbert Kriechbaum)

Kriegerdenkmäler finden sich in beinahe jeder Gemeinde unseres Bundeslandes und prägen oftmals das Ortsbild entscheidend mit. 

Im DOGA kann nun gezielt über eine Karte nach diesen Objekten gesucht sowie Fotos und Kurzbeschreibungen abgerufen werden.

Die Mehrzahl der Denkmäler ist den Gefallenen der Weltkriege oder des Bürgerkriegs 1934 gewidmet. Daneben existieren aber auch solche, die an die Kriegsopfer vergangener Jahrhunderte (z. B. Bauernkriege, Napoleonische Kriege) bzw. an bestimmte militärische Einheiten (z. B. Hessen, Dragoner) erinnern.

Darüber hinaus finden sich auch vereinzelt Objekte zum Gedenken an Opfer nichtmilitärischer Auseinandersetzungen (z.B. ermordete bzw. verunglückte Angehörige der Exekutive).

Die Denkmäler sind in folgende Kategorien unterteilt (auf der Karte durch unterschiedliche Icons kenntlich gemacht):

Die Daten beruhen auf  Recherchen von Mag. Norbert Loidol. Die Fotos wurden von ihm und Gerhard Utz zur Verfügung gestellt. Ing. Andreas Ennikl und Josef Mitgutsch von der Abteilung Geoinformation und Liegenschaft obliegt die laufende technische Betreuung der Anwendung. Ihnen sei an dieser Stelle herzlich gedankt!

 

[1]     zum Ausbruch des Essigsäuresyndroms siehe Jahresbericht 2014, 5 - 9

[2]     nähere Erläuterungen dazu siehe Jahresbericht 2014, 19

[3]     www.geschichtsatlas-ooe.at

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Nachlass Manfred Brandl

(Josef Weichenberger)

Herr DDr. Brandl war ein umtriebiger Historiker und Heimatforscher, der zahlreiche historische, regional- und heimatkundliche Arbeiten veröffentlichte. Die Basis seiner Publikationen bildete eine umfangreiche Zettelkatalog-Sammlung. Wenn er sich mit einem bestimmten Thema beschäftigte, recherchierte er monatelang sehr gründlich und arbeitete oft nächtelang durch.

Manfred Brandl studierte von 1961 bis 1965 in Wien Wirtschafts- u. Sozialgeschichte und Englisch. Er dissertierte über „Die Stellung Steyrs in der Innerberger Hauptgewerkschaft von 1783 bis 1798“. Manfred Brandl war mit 22 Jahren einer der jüngsten Doktoren Österreichs. Von 1966 bis 1972 folgte das Theologiestudium in Innsbruck. 1971 wurde er zum Priester geweiht und war Kooperator in Braunau am Inn und Kurat in Steyregg und Linz-St. Markus. Von 1975 bis 2003 unterrichtete DDr. Brandl Religion an der HTL 1 in Linz. 1988 wurde Manfred Brandl Pfarrprovisor in Steinerkirchen am Innbach und Pfarradministrator in Meggenhofen bis zu seiner Emeritierung 2008. Anschließend wirkte er noch drei Jahre als Kurat in Meggenhofen. Aufgrund seiner historischen Forschungen wurde DDr. Brandl 1977 zum Konsulenten der OÖ. Landesregierung ernannt. Seine Vorliebe für rassige Sportwagen brachte ihm den Spitznamen „Maserati–Pfarrer“ ein. Er organisierte erstmals 1981 ein Oldtimertreffen, zu dem er ab seiner Übersiedlung nach Meggenhofen auch noch die „Landl-Rally“ hinzufügte.

Die letzten Jahre lebte DDr. Brandl in Gallspach im Alten- und Pflegeheim der Franziskanerinnen im Marienheim. Herr Konsistorialrat DDr. Manfred Brandl starb am 5. Juni 2014 im 72. Lebensjahr. Noch zu Lebzeiten von DDr. Brandl übernahm der Verein Lebens(t)raum Meggenhofen, Arbeitskreis „Erlebte Dorfgeschichte“ seinen Nachlass. Die Unterlagen wurden in 42 Bananenschachteln am Dachboden des Presshauses gelagert. Am 28. Oktober 2015 besichtigten Dr. Monika Würthinger und Mag. Klaus Birngruber vom Diözesanarchiv Linz und Regierungsrat Willibald Mayrhofer und Konsulent Josef Weichenberger vom Oö. Landesarchiv diesen Bestand. Das Landesarchiv übernahm zwei Bananenschachteln mit heimatkundlichem Material, das Diözesanarchiv Linz sieben Bananenschachteln mit persönlichen Aufzeichnungen.

 

Nachlass Gerhard Hartmann

(Josef Weichenberger)

Der Heimatforscher Konsulent Gerhard Hartmann sammelte besitzgeschichtliche Quellen von Engelhartszell, St. Aegidi und Neukirchen am Walde und verfasste auf dieser Grundlage Häuserchroniken. Er nutzte dazu das alte Grundbuch und die Herrschaftsprotokolle im Oö. Landesarchiv und das handgeschriebene Grundbuch beim Bezirksgericht.

Einen zweiten Schwerpunkt bildete die Familienforschung. Er legte Namensverzeichnisse von den Matriken der Pfarren Neukirchen am Walde (Taufen, Trauungen, Totenbuch), Natternbach (Taufen, Trauungen, Totenbuch), Wesenufer (Trauungen, Totenbuch), St. Aegidi (Taufen, Trauungen, Totenbuch), Engelhartszell (Trauungen) und Waldkirchen am Wesen (Totenbuch) an. Von Engelhartszell fasste er zusätzlich die einzelnen Familien zusammen.

Konsulent Gerhard Hartmann verstarb am 2. Juni 1983 im Alter von 70 Jahren. Seine Frau Helene Hartmann arbeitete nach dem Tod ihres Mannes Gerhard an den Häuserchroniken weiter. Ihr Sohn Edmund Hartmann (Wien) übergab nach dem Ableben seiner Mutter (gest. März 2015)  dem Oö. Landesarchiv am 13. Oktober 2015 all diese Unterlagen. Sie umfassen mehr als 40 Ordner und 70 Karteien.

 

Bourbonische Gutsverwaltung Schloss Puchheim

(Norbert Kriechbaum)

Im März des Berichtsjahres übernahmen mein Kollege Willibald Mayrhofer und ich etwa 15 Schachteln mit Aktenordnern und Handschriften sowie ein Konvolut  Pläne der im Jahre 2002 aufgelösten Bourbonischen Gutsverwaltung auf Schloss Puchheim, die bis zu diesem Zeitpunkt in den Räumlichkeiten des dortigen Redemptoristenklosters in Verwahrung gewesen waren.  Bereits im Jahre 1975 war der Großteil des Herrschaftsarchivs bzw. der Gutsverwaltung Puchheim an das Landesarchiv übergeben worden. Der nunmehr übernommene Restbestand umfasst u. a. Verwaltungsakten, persönlichen Schriftverkehr der Besitzer, Anwaltskorrespondenzen, Grundkataster, Kaufverträge sowie Unterlagen zur Forstverwaltung aus dem Zeitraum von ca. 1850 bis 2000.

Nach etlichen Besitzerwechseln im Laufe der Jahrhunderte – die Herrschaft Puchheim, ursprünglich im Eigentum der Puchheimer, war u. a. landesfürstlich sowie im Besitz der Polheimer und Salburger gewesen – erwarb im Jahre 1838 Erzherzog Maximilian von Österreich-Este Schloss und Herrschaft, der 1851 ein Redemptoristenkloster im Schloss stiftete. Im Jahre 1886 fielen Schloss und dazugehöriger Gutsbesitz auf dem Erbwege an das Haus Bourbon-Parma.

Es ist beabsichtigt, die im Berichtsjahr übernommenen Unterlagen in den Bestand der Herrschaftsarchivs Puchheim zu integrieren.

 

Teilnachlass Raimund Jeblinger

(Norbert Kriechbaum)

Anlässlich einer am 2. Mai 2015 vom Berliner Auktionshaus Nosbüsch & Stucke durchgeführten Auktion ersteigerte das Landesarchiv den Teilnachlass des Architekten  Raimund Jeblinger (1853-1937).

Jeblinger, geboren am 31. August 1853 in Peterskirchen (Bez. Ried im Innkreis), gilt als einer der bedeutendsten österreichischen Architekten des Historismus. Nach Studien in Karlsruhe, München und Graz arbeitete er in der Dombauhütte Linz, gründete dort ein Architekturbüro, betätigte sich als Konservator der „Central-Commission für Kunst und historische Denkmale“ und war Mitglied des Verwaltungsrates des Oberösterreichischen Landesmuseums. Neben der Planung zahlreicher sakraler Bauwerke in Oberösterreich (z.B. der Pfarrkirchen von Traun, Niederkappel, Aigen sowie der Herz-Jesu-Kirche in Linz) wirkte er auch über Oberösterreich hinaus: So war er nach dem Erdbeben von Krain (Slowenien) 1895 beim Wiederaufbau dort  zerstörter Kirchen tätig und übernahm 1901 die Leitung des Baumamtes des Erzbistums Freiburg im Breisgau, wo zahlreiche Kirchenbauten, Erweiterungen und Restaurierungen nach seinen Plänen realisiert wurden. Seinen Lebensabend verbrachte Jeblinger in St. Peter am Hart (Bez. Braunau am Inn), wo er am 4. März 1937 verstarb.

Bereits 1992 wurde der Hauptteil des Nachlasses Jeblinger durch das Landesarchiv erworben und von Bernhard Prokisch geordnet und verzeichnet. Der im Berichtsjahr ersteigerte Teilnachlass beinhaltet etwa 700 zumeist auf Karton montierte Fotografien, die primär Außen- und Innenansichten sakraler Bauten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigen, ca. 150 Postkarten, ca. 130 Blätter mit Skizzen, geometrischen Studien, Auf- und Grundrissen sowie Detailzeichnungen zu verschiedenen Bauprojekten, handschriftliche Notizen und ein Skizzenbuch.

Der ersteigerte Teilnachlass stellt eine wertvolle Ergänzung des sich bereits bisher im Landesarchiv befindlichen Nachlasses dar und soll in diesen eingegliedert werden.

Icon - Sprung zum Seitenanfang Ordnung und Verzeichnung

Landesfrauenklinik Wels [1]

(Willibald Mayrhofer)

Mit 1. Oktober 1904 erfolgte die Bewilligung zum Bau eines Truppenspitals für die k.k. Landwehr inklusive eines k.k. Isolierspitals. Im Hauptgebäude (Linzer Straße 89, früher Reitschulgasse 12) war das k.k. Landwehrspital untergebracht, das Nebengebäude (Hans Sachs-Straße 46, früher Reitschulgasse 14) beherbergte das k.k. Isolierspital.

Im Jahre 1920 wurde das Landwehrspital Wels samt Inventar von der Stadtgemeinde Wels übernommen. Das Vorhaben, das Spital in eine Gebär- und Fürsorgeanstalt für arbeitsunfähige Schwangere und Wöchnerinnen umzuwandeln, kam über das Planungsstadium nicht hinaus.

1921 kaufte das Land Oberösterreich die Gebäude von der Stadtgemeinde Wels und übernahm im Jahre 1922 auch das gesamte Spitalsinventar. 1923 wurde hier die Gebärklinik Wels als Filiale der  Oö. Landesfrauenklinik Linz eingerichtet. Im Februar 1997 wurde sie in eine „Psychiatrische Klinik“ umgewandelt und fungierte als Außenstelle der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg. Der Betrieb ist organisatorisch seit dem 1. Jänner 2008 als psychiatrische Klinik Wels beim Verbund Klinikum Wels-Grieskirchen angesiedelt. Die leerstehenden Gebäude fanden im Jänner 2015 für die Unterbringung von Asylanten und Kriegsflüchtlingen Verwendung.

Der größte Teil dieses Bestandes umfasst die Aufnahmeprotokolle der geburtshilflichen und gynäkologischen Abteilung von 1923-1938 und von 1976-1997. Ein Index über die Personalaufnahmen von 1923-1988 bietet einen guten Überblick über die Fluktuation des Krankenhauspersonals.

Der Bestand umfasst 67 Handschriften aus den Jahren 1923-1995 und drei Aktenschachteln aus den Jahren (1904) 1910-2006.

 

Marktarchiv Waizenkirchen

(Willibald Mayrhofer)

Der Ort verdankt seine Erhebung zum Markt am 11. Mai 1593 einem Gnadengesuch des damaligen Herrschaftsbesitzers von Weidenholz, Georg Achaz von Losenstein.

Zu dieser Zeit gehörte noch ein kleiner Teil der Häuser zur Herrschaft Raab, die seit 13. Oktober 1500 das Bistum Chiemsee innehatte; der Hauptbesitz in Waizenkirchen gehörte zur Herrschaft Weidenholz. Marktrechte erlangten nur die 67 Weidenholzischen Untertanen.

Das kleine Marktarchiv wurde wegen des ungeordneten Zustandes unter Vorbehalt des Eigentumsrechtes in das Oö. Landesarchiv verbracht. Von November 1949 bis Februar 1950 ordnete und verzeichnete Professor Georg Grüll diesen Bestand. Nach den Ordnungsarbeiten wurde das Marktarchiv wieder der Marktgemeinde zurückgegeben.

Mit Schenkungsvertrag vom 15. Jänner 2015 und dem Übergabe­protokoll vom 23. Jänner 2015 überließ die Marktgemeinde Waizenkirchen den Bestand inklusive des Archivverzeichnisses von Georg Grüll aus dem Jahre 1950 unentgeltlich dem Oö. Landesarchiv.

Hervorzuheben sind die beiden Abschriften der Marktfreiheit  (Handschriften 1 und 2)  sowie die fünf Bände Protokoll- und Notelbücher aus der Zeit von  1612 bis 1642  (Handschriften 5 bis 9).

Unter den Aktenbeständen sind zu erwähnen: Die reiche Sammlung alter Ortsansichten (Zeichnungen), das Privilegiumsgesuch der Losensteiner von 1593 mit dem gemalten Marktwappen, ältere Marktrechnungen, beginnend 1601, Grenzakten des königlich-bayerischen Landgerichts Waizenkirchen aus den Jahren 1809 bis 1812, ein Bürgerbrief für einen „welschen“ Krämer, Manuskripte zur Pfarrgeschichte und der historische Nachlass des Malers und Heimatforschers Anton Eder.

Der Bestand umfasst 20 Aktenschachteln (mit fünf Urkunden aus den Jahren 1608-1838), 19 Handschriften sowie ein Aktenkonvolut zum Thema Eisenbahnangelegenheiten von 1908 und 1912. Von diesem Bestand verbleiben der Inhalt der Schachtel Nr. 2 sowie die Nr. 1f und 3c aus der Schachtel Nr. 3 bei der Marktgemeinde Waizenkirchen. Diese Einbehalte sind im mitübermittelten elektronischen Archivverzeichnis angemerkt.

 

Nachlass Conrad Rauch (Nachtrag)

(Willibald Mayrhofer, Christoph Stöttinger)

Im Jahre 1996 übergab die Witwe des ehemaligen Kanzleidirektors des Oö. Landesarchivs Conrad Rauch (gestorben 1984) zwei Aktenschachteln an das Landesarchiv. Neben persönlichen Dokumenten und einem Briefwechsel (ab 1940) beinhalten diese beiden Schachteln vor allem Archivalien das ehemalige Kriegsgefangenenlager in Pupping betreffend. Am 19. Februar 2015 überließ die Witwe Friederike Maria Rauch dem Archiv mit Schenkungsvertrag den größten Teil des Nachlasses ihres Gatten.

Der Nachtrag zum Nachlass Conrad Rauch umfasst private Dokumente und Korrespondenzen, eine Zeitungsausschnittesammlung sowie Aufzeichnungen (inkl. Manuskripte für eine Regimentsgeschichte) zum Thema „Freiwilliges oberösterreichisches Schützenregiment im ersten Weltkrieg“. Weitere Unterlagen betreffen die Heimatforschung zu Kleinmünchen. Eine Ansichtskarten- und Fotosammlung sowie Tagebücher runden den Bestand ab. Dieser umfasst 44 Aktenschachteln.

 

Landesmuseum Direktionsakten

(Gerhard Schwentner)

2014 wandte sich das Oö. Landesmuseum an das Landesarchiv mit der Bitte um Übernahme und Digitalisierung der Direktionsakten des Landesmuseums sowie Digitalisierung (mit anschließender Rückgabe) der korrespondierenden Findbücher (53 Handschriften). Es handelt sich bei den Direktionsakten um etwa 20 Laufmeter (ca. 70 Lose-Blatt-Faszikel) Verwaltungsschriftverkehr des Landesmuseums. Die Laufzeit der Akten umfasst die Jahre 1901 bis 1968. Von 1936 bis 1958 sind die Akten nach den Bereichen Naturwissenschaft, Kunstgeschichte, Institut und Direktion eingeteilt. Diese Einteilung spiegelt sich auch in den entsprechenden Registern wider. Für die Jahre 1947 bis 1955 wurden auch die Akten der Bibliothek separat geführt.

Im Februar 2015 wurde mit der Digitalisierung der Findbücher begonnen, die daraufhin gemeinsam mit den Digitalisaten an das Landesmuseum zurückgegeben wurden.

Danach wurde die Digitalisierung der Akten in Angriff genommen. Fallweise war eine Umordnung der Akten erforderlich, um den in den Findbüchern verzeichneten Zustand (entspricht der Reihenfolge der Anlegung der Akten) wiederherzustellen.

Derzeit sind die Akten für den Zeitraum 1901 bis 1930 (etwa ein Drittel der Gesamtüberlieferung) gescannt, die Originale in 50 Archivschachteln verwahrt.

Ein erster Teil der Akten-Digitalisate wurde dem Museum bereits übergeben.

Die Laufzeit der Findbücher erstreckt sich über die Jahre 1901 bis 1957. Das heißt, die nicht mehr durch Findbücher erschlossenen Direktionsakten der Jahre 1958 bis 1968 müssen im Anschluss an die Digitalisierung in einem eigenen Arbeitsschritt verzeichnet werden.

Geplante Projektdauer: Ende 2017.

 

Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen

(Engelbert Lasinger)

Zwischen Dezember 1991 und Juli 1992 übernahm das Oö. Landesarchiv nach Vereinbarung mit Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Reinhard Merl den Aktenbestand der BH Grieskirchen. Aufgrund der großen Aktenmenge erfolgte die Erstordnung im Jahr 1993 ohne Detailverzeichnis. Es wurden auch nur die Akten der Jahre 1938 – 1945 eingeschachtelt, die Bestände davor und danach blieben in Faszikeln gebündelt. Durch diese provisorische Ordnung entstand die Dreiteilung des Aktenbestandes in Grieskirchen I (bis 1937), Grieskirchen II (1938 – 1945) und Grieskirchen III (1945 – 1955). Plakate wurden aus Formatgründen in die Plakatsammlung übernommen, Bücher und größere Broschüren der Bibliothek übergeben.

In den Jahren 2013 bis 2015 wurde der gesamte Aktenbestand neu geordnet, detailverzeichnet und eingeschachtelt, die Dreiteilung aufgelöst und die Schachteln mit fortlaufender Nummerierung versehen. Der Bestand besteht derzeit aus 785 Schachteln und 401 Handschriften. Er beginnt fallweise im Jahr 1858, reicht bis 1955 herauf und ist nach Zeitabschnitten geordnet. Auf die Akten der Gerichtsbezirke Grieskirchen, Haag a. H. und Peuerbach, welche vor 1911 zu den Bezirkshauptmannschaften Wels, Ried und Schärding gehörten, folgen die Aktenblöcke 1911 – 1937, 1938 – 1945, Kreisselbstverwaltung 1939 – 1945 und die Akten 1945 – 1955.

Durch die Neuordnung, Zusammenführung und Einschachtelung des gesamten Aktenbestandes ergaben sich natürlich Änderungen in der Archivalienbezeichnung (früher Faszikel – jetzt Schachteln). Um auch Zitierungen nach der alten Ordnung nachvollziehen zu können, ist im Verzeichnis bei der jeweiligen Jahres- und Abteilungsangabe am rechten Rand die alte Signatur angeführt.


 

[1]     Zur Übernahme dieses Bestandes siehe Jahresbericht 2014, 14

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(Hannes Koch)

Im Jahr 2015 konnte eine erste Verzeichnung der  rund 9.000 Personalakten der Wolfsegg Traunthaler Kohlenwerks AG abgeschlossen werden. Somit sind die aufgrund des Verlustes des ursprünglichen Stammnummernverzeichnisses bisher unzugänglichen Personalakten wieder erschlossen. Betroffene (ehem. Mitarbeiter der WTK) nutzten bereits die Möglichkeit der Einsichtnahme.

Die Familie Scherz entschloss sich, die themenbezogene  Bergbau- und Regionalsammlung  des verstorbenen Bergmannes Erich Scherz dem Bergbauarchiv Ampflwang zu schenken. In drei Tranchen wurden bisher Materialien übergeben. Es ist geplant, weitere Bestände der Familie nach einer Sichtung anzufügen. Weiters wurden durch die bisherigen Eigentümer Materialien aus den Sammlungen Steinbichler, Winter und Schiller den schon zuvor dem Bergbauarchiv Ampflwang übergebenen Sammlungen angeschlossen.

In enger Zusammenarbeit mit dem Bergbauarchiv entstand eine erwähnenswerte Publikation zum Thema „Wolfsegg-Traunthaler-Grubenlampe“ durch eine Autorengemeinschaft: Schäpers, Hermann – Schöngrundner, Walter – Horn, Werner (Hg.): Acetylen-Grubenlampen der Firma Otto Scharlach Nürnberg. 1. Teil: Wolfsegg-Traunthaler-Grubenlampe. Karbid-Lampen Ausgabe 31 (Recklinghausen 2015)

Darüber hinaus gelang es auch, durch öffentlichkeitswirksame Beteiligungen an regionalen Veranstaltungen eine Gruppe zu initiieren, die sich zum Ziel gesetzt hat, regionalhistorische Archivalien zur Bergbau- und Heimatgeschichte zu sammeln, diese geordnet dem Bergbauarchiv Ampflwang zu übergeben und für Publikationen zu verwenden.

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Oberösterreich 1918 – 1938  II und III

Die Bearbeitung der Zeit zwischen dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem „Anschluss“ zählt in Österreich zu den lange vernachlässigten Herausforderungen für die Geschichtswissenschaft. Das Land Oberösterreich rief 2009 ein wissenschaftliches Großprojekt zur Erforschung der Geschichte unseres Landes zwischen 1918 und 1938 ins Leben und betraute das Oö. Landesarchiv mit der Durchführung.

Im Rahmen des Projektes „Oberösterreich 1918 bis 1938“ veröffentlicht das Landesarchiv seither zahlreiche wissenschaftliche Darstellungen verschiedenster Lebensbereiche, Entwicklungen und Ereignisse, die einen viel breiteren und tieferen Einblick in diesen Abschnitt der Landesgeschichte bieten, als dies bisher möglich war. Als Ergänzung der wissenschaftlichen Arbeiten wurde auch schon ein umfangreicher Fotoband fertig gestellt. Nun sind zwei weitere Sammelbände mit jeweils sechs Beiträgen erschienen, die neue Erkenntnisse und Einsichten zu bisher wenig bearbeiteten Themen der Entwicklung jener Zeit vermitteln.

Die Themenpalette reicht dabei von Wirtschaft, Tourismus und Verkehr in der Zwischenkriegszeit (Band II) über Geschichte von Schutzbund, Heimwehr und KPÖ bis zur Situation des Adels in Oberösterreich (Band III).

 

Oberösterreich 1918 – 1938  II

Inhalt:

287 Seiten
ISBN 978-3-902801-22-7
Preis: 35 Euro

 

Oberösterreich 1918-1938  III

Inhalt:

318 Seiten
ISBN 978-3-902801-23-4
Preis: 35 Euro

 

Mitteilungen des Oberösterreichischen Landesarchivs Band 24

1950 wurde die Buchreihe „Mitteilungen des oberösterreichischen Landesarchivs“ ins Leben gerufen. Seit damals erscheinen in unregelmäßigen Abständen immer wieder neue Bände mit interessanten wissenschaftlichen Beiträgen zur Geschichte unseres Landes. Der neueste Band bietet auf 318 Seiten wieder eine breite Themenpalette.

Anhand der Zeitungssammlung der Herren von Rosenberg im Staatlichen Gebietsarchiv Trebon wird vorgestellt, welche Informationen über Oberösterreich im 15. und 16. Jahrhundert von den Vorläufern der Massenmedien in Böhmen verbreitet wurden. Einer Verwaltungsgeschichte des Innviertels vor 1779 folgen detailreiche Beiträge über einschlägige Bestände des Staatsarchivs München und des Bayerischen Hauptstaatsarchivs.

Eine weitere Studie ist den Kriegsgefangenenlagern der Jahre 1914 -1921 in Oberösterreich gewidmet. Den Abschluss bilden biographische Skizzen der beiden oberösterreichischen Landesamtsdirektoren der Zwischenkriegszeit Hermann (Graf) Attems und Otto Richter.

 

318 Seiten
ISBN 978-3-902801-24-1
Preis: 24 Euro

Icon - Sprung zum Seitenanfang Veröffentlichungen / Vorträge

Marckhgott, Gerhart – Weichenberger, Josef: Was bleibt: „nur“ ein Archiv? In: res montanarum – Fachzeitschrift des Montanhistorischen Vereins Österreich 54 (2015) 49-50

 

Weichenberger, Josef: Historische Belege zu Bär, Luchs und Wolf aus dem Raum der Pyhrn-Eisenwurzen. In: Fürsten der Wildnis (Schriftenreihe des Nationalpark Kalkalpen 15, Molln 2015) 84-106

 

Bouchal, Robert (Fotos) – Weichenberger, Josef (Text): Unterirdisches Oberösterreich. Höhlen, Bunker, Grüfte, Stollen, Keller, Krypten, Geheimgänge, Verliese (Wien/Graz/Klagenfurt 2015)

 

Marckhgott, Gerhart – Sulzbacher, Cornelia: Tempora mutantur – nos et mutemur in illis! In: scrinium. Zeitschrift des Verbandes Österreichischer Archivarinnen und Archivare 69 (2015) 146-163

 

Gerhart Marckhgott und Cornelia Sulzbacher: Experten-Gesprächskreis bei der Veranstaltung „Unsere Geschichte – Unsere Quellen“ am 19. 9. 2015 in Stift Geras, veranstaltet von ICARUS4all

 

Gerhart Marckhgott und Cornelia Sulzbacher: „Viel Asche und ein Phönix. Gedanken zu Historischen Atlanten in Österreich“, gehalten bei der Atlastagung 2015 am 13. 11. 2015 im Staatsarchiv Nürnberg, veranstaltet von der Kommission für bayerische Landesgeschichte

Icon - Sprung zum Seitenanfang Veranstaltungen / Tagungen

Österreichischer Historikertag 2015

(Norbert Kriechbaum)

Von 14. bis 16. September 2015 fand der 27. Österreichische Historikertag an der Johannes Kepler Universität Linz statt. Veranstalter waren das Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der JKU, das Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte der JKU, das Archiv der Stadt Linz und das Oö. Landesarchiv.

Eröffnet wurde die Tagung mit einem Vortrag des Sozialhistorikers und emeritierten Professors an der Freien Universität Berlin Jürgen Kocka zum Thema „Kapitalismus und Demokratie. Historische Befunde“. Den Abendvortrag am 15. hielt Sabine Ladstätter, Direktorin des Österreichischen Archäologischen Instituts, in dem sie „Die Metropole Ephesos von der Antike zur Osmanischen Herrschaft“ beleuchtete. Den Abschluss der Tagung bildete eine Podiumsdiskussion zum Thema „Häuser der Geschichte“, moderiert von Roman Sandgruber.

In zahlreichen Panels wurden diverse Fragestellungen aus den Bereichen Alte, Mittelalterliche, Neuere Geschichte und Zeitgeschichte sowie aus dem Bereich neuer Arbeitsmethoden für Historiker/innen beleuchtet. Der thematische Bogen spannte sich vom Kaufverhalten in der griechisch-römischen Antike über die Überlieferung theologischer Texte im mittelalterlichen Österreich, die Mythen und Fakten des Februar 1934 bis zur Anwendung kollaborativer webbasierter Forschungsplattformen in historischen Wissenschaften.

Unter der Rubrik „Junge Forschung“ wurden drei vom Land Oberösterreich mit insgesamt 6.000 Euro dotierte Preise an Nachwuchsforscher/innen im „fortgeschrittenen Dissertationsstadium“ vergeben. Die Preise gingen an Peter Andorfer (Die Weltbeschreibung des Leonhard Millinger. Ein Schlüssel zum Weltbild eines Bauern um 1800), Luisa Pichler-Baumgartner (Environmental (In)Justice: Wasser in der Stadt Linz. Wasserversorgung und Abwasserentsorgung im 19. und 20. Jahrhundert aus umwelt- und sozial-geschichtlicher Perspektive) und Ulrich Schwarz (Macht vor Ort. Mikrohistorische Studien zu zehn Ortsbauernschaften im NS-Regime).

Während der Veranstaltung präsentierte das Landesarchiv an einem in Kooperation mit dem Diözesanarchiv Linz betreuten Büchertisch neuere Publikationen aus den Verlagen beider Archive.

 

Icon - Sprung zum Seitenanfang Personalia

(Willibald Mayrhofer)

Pensionierungen:

 

Dr. Gerhart Marckhgott

(Cornelia Sulzbacher)

Wie würdigt man jemanden, der den größten Teil seines Berufslebens, 13 Jahre davon als Direktor, in die Arbeit im und am Oö. Landesarchiv investiert hat? Herkömmlicherweise würde man die wichtigsten Daten vom Studium über den Eintritt in den Landesdienst bis zur Pensionierung anführen, eine Liste der wissenschaftlichen Leistungen und Publikationen zusammenstellen und vor allem die Direktionsjahre hervorheben. Herkömmliche Wege entsprechen Gerhart Marckhgott aber nicht. Wer ihn kennt, weiß, dass er immer das Außergewöhnliche und Innovative sucht und ausgetretene Pfade meidet. Es soll daher nicht um Dr. Marckhgotts biografische Eckdaten gehen, sondern um jene Meilensteine, mit denen er das Oö. Landesarchiv zu dem gemacht hat, was es heute ist.

Überschreiten von Grenzen

Gerhart Marckhgott legte bereits in seiner Zeit als Leiter der Abteilung Zeitgeschichte und Dokumentation Wert auf das Überschreiten von Grenzen nicht nur in der Forschung, sondern auch im Kontakt zwischen den Archiven. Seine Mitarbeit an den beiden Projekten zur Sichtung und Verfilmung von Oberösterreich betreffende Besatzungsakten der USA und der ehem. Sowjetunion führte ihn nach Washington und Moskau, sowie seine aktive Teilnahme an einer internationalen Konferenz zur Archivierung elektronischer Daten (bereits 1996!) nach Brüssel. Die schon lange Zeit bestehenden Kontakte zu den Archiven in Südtschechien pflegte er einerseits persönlich – und lernte dafür in Grundzügen sogar Tschechisch – andererseits durch die Veranstaltung des 3. oberösterreichisch-südböhmischen Archivtages 2009 in Linz. Die Beziehungen zu Bayern wurden unter seiner Direktion erheblich intensiviert. Aus der Idee, Impulse zur Erforschung der Geschichte des Innviertels zu setzen, entstand ein großes Projekt zur Digitalisierung innviertelrelevanter Bestände in München und zur Erstellung einer eigenen Innviertel-Reihe des Historischen Atlas von Bayern gemeinsam mit der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv und dem Staatsarchiv München. Um dieses Vorhaben finanziell abzusichern, wagte das Oö. Landesarchiv sich auch erstmals an die vor allem bürokratisch große Aufgabe der Durchführung eines EU-geförderten Projektes.

Erinnerung

Als Abteilungsleiter Zeitgeschichte und seit 2003 als Direktor war Gerhart Marckhgott maßgeblich an der Bearbeitung lange verdrängter oder vergessener Themen der oberösterreichischen Landesgeschichte beteiligt. 1995 gründete sich der Verein Schloss Hartheim, der es sich zum Ziel setzte, die seit 1969 im Schloss bestehende Gedenkstätte an die Euthanasiemorde zu erneuern und für das gesamte Gebäude eine würdevolle Nutzung zu finden. Gerhart Marckhgott bildete gemeinsam mit Brigitte Kepplinger und Hartmut Reese das Wissenschaftsteam, dem es zu verdanken ist, dass Schloss Hartheim heute als Lern- und Gedenkort nicht nur an die begangenen Verbrechen erinnert sondern sich auch aktuellen Fragestellungen widmet.

Vom oö. Landtag wurde das Landesarchiv in den letzten Jahren mit der Durchführung von zwei großen Forschungsprojekten beauftragt. Noch unter der Direktion von HR Siegfried Haider begannen die Arbeiten an der inzwischen 13teiligen Buchreihe zur Geschichte Oberösterreichs in der Zeit des Nationalsozialismus. 2010 bediente sich Gerhart Marckhgott bei der Konzipierung und Durchführung des Forschungsprojektes zur Geschichte Oberösterreichs von 1918 bis 1938 einer neuen Methode. Aufgrund des umfangreichen Forschungsfeldes – die Erste Republik war von der Wissenschaft nicht zuletzt wegen der Fokussierung auf die NS-Zeit lange vernachlässigt worden – suchte er mit einem Call for Papers nach Projektideen. Damit gelang es, auch auswärtige Wissenschafterinnen und Wissenschafter beispielsweise aus den USA und Deutschland auf das Projekt aufmerksam zu machen und für eine Mitarbeit zu gewinnen.

Innovative Archivierung

Die wesentliche Rechtsgrundlage für das OÖLA ist das Oö. Archivgesetz, das 2003 in Kraft trat. Dr. Marckhgott gehörte der Projektgruppe an, die sich mit dessen Erarbeitung beschäftigte. Dabei profitierte das Archiv von seinen umfangreichen juristischen Kenntnissen, wie auch später immer wieder bei diversen Rechtsfragen.

Gerhart Marckhgott erkannte schon früh die Möglichkeiten der Informationstechnologie und gehörte damit nicht nur privat, sondern auch als Archivar zu den Vorreitern auf diesem Gebiet. Wenig verwunderlich nutzte er als Erster im OÖLA einen PC. Relativ bald verfügte das Archiv über eine eigene Website und stellte damit auch einen Großteil der Verzeichnisse ins Internet. Neben der Einrichtung des digitalen Lesesaals ULA wurden Internetportale wie Monasterium und Matricula genutzt, um Archivalien zeit- und ortsunabhängig für Interessierte zur Verfügung zu stellen – ein Quantensprung im Benutzerservice. Als nächsten Schritt leitete Gerhart Marckhgott den Ankauf und die Implementierung des Archivinformationssystems AUGIAS, die Einführung des Verzeichnungsstandards ISAD und erste Versuche einer semantischen Suche ein, die Fertigstellung verhinderte allerdings der Ausbruch des Essigsäuresyndroms.

Moderne Organisation

Als überzeugter Verfechter der Möglichkeiten der Informationstechnologie und gleichzeitig erfahrener Archivar war Gerhart Marckhgott der ideale Vertreter des Archivs in der Projektgruppe des Landes Oberösterreich zur Einführung eines elektronischen Aktes (ELVIS). Dass bereits die Notwendigkeiten für eine digitale Langzeitarchivierung bei der Planung berücksichtigt wurden, erleichtert dem Archiv eine seiner künftig wichtigsten Aufgaben: die Übernahme und sichere Archivierung von ELVIS.

In die Direktionszeit von Gerhart Marckhgott fiel auch die Einführung des neuen Unternehmenskonzepts des Landes Oberösterreich WOV (Wirkungsorientierte Verwaltung). Trotz der oftmals vorherrschenden Skepsis begann er die einzelnen Bausteine des Konzepts auch in einem für eine Verwaltung exotischen Bereich wie einem Kulturinstitut umzusetzen und initiierte die Erarbeitung eines Leitbildes, eines Produktkatalogs und von flächendeckenden Stellenbeschreibungen.

Ausbau

Unter Gerhart Marckhgott kam es zu einem umfangreichen Ausbau des Landesarchivs, nicht nur räumlich sondern auch organisatorisch. Mit 1. Jänner 2012 wurde die bisherige Zentralregistratur Teil des Landesarchivs. Die Integration der Dienststelle funktionierte trotz zusätzlicher Erschwernisse durch Verlegung von Büros, Umbauarbeiten und vor allem die Umstellung von Mikroverfilmung auf Digitalisierung erstaunlich schnell und reibungslos. Bereits 2008 kam es archivintern zu den größten baulichen Veränderungen seit Errichtung des heutigen Archivgebäudes 1971. Da die Landesforstdirektion aus dem Nachbargebäude auszog, gelang es Gerhart Marckhgott, dessen drittes und viertes Obergeschoß für Archivzwecke zu gewinnen. Durch diese neuen Möglichkeiten konnte ein digitaler Lesesaal eingerichtet werden, ein Veranstaltungsraum und eine Trennung zwischen Servicebereich und Büros erreicht werden. Dem wachsenden Bedarf an Speicherflächen begegnete Dr. Marckhgott mit der Idee, historische Gebäude in der Region als Außendepots zu nutzen. So wurde 2010 der für die Landesausstellung revitalisierte Brecher Buchleiten in Ampflwang als Bergbauarchiv übernommen, in dem sich die Bestände der Wolfsegg-Traunthaler-Kohlenwerks AG und der Salzach-Kohlenbergbau-Gesellschaft befinden. In einem leerstehenden Flügel des Stiftes Lambach wurden 2013 die Salinenarchive und das Neue Grundbuch untergebracht und kurz vor Jahresende 2015 noch die Mietverträge für Depotflächen in Schloss Hartheim unterzeichnet.

Krisenmanagement

Der größten archivarischen Herausforderung musste sich Gerhart Marckhgott in seinen letzten beiden Dienstjahren stellen. 2014 stellte sich heraus, dass ein Teil des Mikrofilmbestandes der ehemaligen Zentralregistratur vom sogenannten Essigsäuresyndrom in unterschiedlichen Stadien befallen war. Da sich darauf das oberösterreichische Verwaltungsschriftgut der Zweiten Republik befindet und die Papieroriginale nicht mehr existieren, bestand die Gefahr, historisch wertvolles Archivgut unwiederbringlich zu verlieren. Dank Dr. Marckhgotts raschen Handelns und umsichtigen Vorgehens lässt sich heute mit Sicherheit sagen, dass das gesamte betroffene Schriftgut gerettet werden kann. Ein gemächlicher Übergang in den Ruhestand war ihm daher nicht möglich, würde seinem aktiven Wesen aber wohl auch nicht entsprechen.

Dr. Marckhgott hat nicht nur für die oberösterreichische Landesgeschichte[1] Wesentliches geleistet, sondern noch viel mehr für das oberösterreichische Archivwesen. Es gehört zu seinen Verdiensten, dass das Oö. Landesarchiv ein modernes Archiv ist, das bestens auf die künftigen Herausforderungen der sicheren digitalen Langzeitarchivierung und des Einsatzes innovativer Erschließungs- und Bereitstellungsmöglichkeiten vorbereitet ist.


 

[1]     Publikationen siehe http://www.ooegeschichte.at/forschung/literatur/historische-bibliografie/

Icon - Sprung zum Seitenanfang Statistik (inkl. Webzugriffe)

 
Lesesaal: Zahl der BenützerInnen 622
  (Gesamt-)Zahl der TagesbesucherInnen 2.644
  bestellte Archivalien 4.280
  bestellte Archivalien + Mikrofilme 4.999
  Benutzungsentgelte 3.830 Euro
  Bearbeitungsentgelte 2.970 Euro
  Veranstaltungsentgelte 1.445 Euro

 

TeilnehmerInnen an Seminaren, Führungen
und sonstigen Veranstaltungen
  140
Homepage des Oö. Landesarchivs1 Besuche 51.168
  Zugriffe 214.786

 

Präsentationen im Internet (mit Kooperationspartnern): Urkunden2 Besuche 407
    Zugriffe 6.764
  Pfarrmatriken Zugriffe3 195.913
  Tages- und Wochenzeitungen4 Besuche 42.793
    Zugriffe 561.332
  Urmape des Franziszeischen Katasters5 Zugriffe 371.765
  OÖ. Kulturatlas6 Zugriffe 810.145
Veranstaltungen (Teilnehmerinnen)7 Kurse zur Familienforschung8 189  
  Kurs zur Hausforschung für Anfängerinnen im März9 6  
  Kurrentlesekurs für Anfängerinnen im März und November10 15  

 www.ooe-landesarchiv.at, www.landesarchiv-ooe.at 
2  www.monasterium.net
3  www.matricula-online.eu und www.familysearch.org
4  www.anno.onb.ac.at
5  www.doris.ooe.gv.at
6  www.geschichtsatlas-ooe.at; seit 5. März 2015 erweitert um Hofnamen und Häusergeschichten
7  nähere Erläuterungen dazu siehe: Jahresbericht 2012, 21-22
8  Josef Weichenberger in Kooperation mit VHS und WIFI
9  Willibald Mayrhofer mit Unterstützung von Josef Weichenberger
10 Willibald Mayrhofer mit Unterstützung von Josef Weichenberger

2004-2015

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1997-2003

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1896-1996

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