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Materialsammlung

Beim Anlegen einer Materialsammlung für eine Familien-, Haus- oder Ortsgeschichte sind folgende Regeln zu beachten:
Zu jeder Information muss die Quelle (Literatur, Archivale) bzw. die Gewährsperson notiert werden. Bücher werden durch Angabe des Buchautors, des Buchtitels, des Erscheinungsjahres und der Seite, auf der die Information zu finden ist, zitiert.

Beispiele:

Georg Grüll, Die Matriken in Oberdonau (1939) 5-8
Josef Schwarzlmüller, Die Berufslaufbahn Lehrling-Geselle-Meister in den Handwerkszünften Oberösterreichs (1979) 23 und 58

Bei Archivalien ist zuerst die Einrichtung, dann der Bestand, die Mikrofilm-, Handschriften- bzw. Schachtel-Nummer, der Faszikel und die Seite anzugeben.

Beispiele:

OÖLA, HA Steyr, Schachtel 415, Faszikel 127, Nr. 12, fol. 33
OÖLA, Pfarrmatrikenduplikate, Mikrofilm Nr. 127, Pfarre St. Peter, Hochzeiten 1865
Pfarrarchiv Molln, Taufbuch Bd. 3, S. 75, Eintragung vom 3. Dez. 1772.

Wenn es bei den verwendeten Quellen sowohl alte Bezeichnungen als auch aktuelle Signaturen gibt, sollten beide angeführt werden.

Beispiel 1:

Aktuelle Bezeichnung (Bestelleinheit) Grundbuch Gmunden, Handschrift 161 (kurz: GB Gmunden, Hs 161) und alte Bezeichnung Grundbuch Herrschaft Ort, Amt Vichtau, tom. III, fol. 27. Zitiert wird nun wie folgt: OÖLA, GB Gmunden, Hs 161, GB Hsch Ort, Amt Vichtau, tom. III, fol. 27>.

 

Beispiel 2:

Aktuelle Bezeichnung Landesgerichtsarchiv Traunkirchen, Handschrift 171 (kurz: LGA, T 171), alte Bezeichnung Brief- und Inventurprotokoll Herrschaft Traunkirchen und Ort, 1764, fol. 19. Zitiert wird: OÖLA, LGA, T 171, Brief- und Inventurprotokoll Hsch Traunkirchen und Ort, 1764, fol. 19

In einem Verzeichnis sind die verwendeten Abkürzungen zu erklären. Für die obigen Beispiele wie folgt:
fol. Folio(blatt), GB Grundbuch, HA Herrschaftsarchiv, Hs Handschrift, Hsch Herrschaft, LGA Landesgerichtsarchiv, OÖLA Oberösterreichisches Landesarchiv, tom. Tomus, Band

Wenn aus Archivalien oder Büchern fotokopiert wird, so ist auf den Kopien sofort die Quellenangabe zu vermerken.

Vergleiche mit Nachbarhäusern und -orten rücken manches Ereignis erst ins rechte Licht. Die Landes- oder gar Weltgeschichte sollte aber nur dann einbezogen werden, wenn es unbedingt notwendig ist.

Es ist zu empfehlen, vor Beginn der Arbeit den Rat eines Fachmannes, also eines heimat- oder ortskundigen Lehrers, des Gemeindesekretärs, eines erfahrenen Geschichtsforschers oder eines Archivbeamten einzuholen. Als Vorbilder können bereits gedruckte Orts-, Familien- und Hausgeschichten dienen.

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