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Quellen im persönlichen Bereich

Mündliche Auskünfte

Angehörige älterer Generationen können nicht nur über weiter zurückliegende Jahrzehnte Auskunft geben, sondern haben meist auch noch ältere, mündlich überlieferte Begebenheiten in Erinnerung (diese müssen nach Möglichkeit überprüft werden!). Insbesondere können sich ältere Leute an frühere Lebensgewohnheiten, Bräuche, Sitten und gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Entwicklungen in ihrem Lebensbereich erinnern, die nirgends aufgeschrieben wurden und gerade deshalb von großem Interesse sein können ("Oral history").

Persönliche Dokumente

Dazu zählen etwa Tauf-, Heirats- und Sterbeurkunden sowie Tauf-, Firmungs- und Totenbilder, Partezettel, aber auch Wander-, Arbeits- und Soldbücher. Des öfteren befinden sich noch Heimatscheine, Arier-Nachweise und Militärentlassungsscheine im Familienbesitz. Auch Schulzeugnisse, Gesellenbriefe, Gebet- bzw. Gesangbücher mit handschriftlichen Eintragungen können aufschlussreich sein. Oft wurden auch in Kalendern, Notizheften oder -büchlein tagebuchähnliche Aufzeichnungen geführt. Gelegentlich sind noch ältere Übergabs-, Kauf- und Heiratsverträge erhalten geblieben.

Inschriften

Inschriften kommen u. a. auf Eingangstüren, Einfahrtstoren, Trambalken, Stubendecken, Stuckdecken, Mostpressen, Granitgrandern vor und können wichtige Hinweise liefern. Sie bestehen oft nur aus zwei, drei oder vier Buchstaben, einer Jahreszahl und Verzierungen. Es ist aber zu bedenken, dass einzelne Bauteile erst später hinzugefügt worden sein können oder die Jahreszahlen sich auf Renovierungen beziehen. Auch die Inschriften auf Grabsteinen oder Kriegerdenkmälern kommen als Quellen in Betracht.

Alte Fotos oder Bilder

Abbildungen bereichern jede Chronik. Besonders wichtig ist, Personen und Orte auf Porträt-, Gruppen- oder Objektaufnahmen zu identifizieren. Meist gelingt dies mit Hilfe älterer Personen. Dabei sollte das Ergebnis unbedingt auf der Rückseite des Fotos oder des Bildes festgehalten werden. Der Bildtext soll Informationen über den Bildinhalt und das (ungefähre) Aufnahmejahr enthalten. Auch die Herkunft der Abbildung bzw. der Fotograf (wenn möglich) ist anzugeben. Im "Linzer Volksblatt" wurde z. B. während des Ersten Weltkrieges bei jeder Ausgabe eine eigene Rubrik "Gefallene und Vermisste" größtenteils mit Bildern geführt, bei der "Linzer Tagespost" erschien eine eigene illustrierte Beilage "Kriegsbilder".

Chroniken

Wichtige Informationen können auch Chroniken enthalten, die von den Gemeindeämtern, Pfarrämtern, Schulleitungen und Gendarmerieposten geführt wurden und großteils auch heute noch weitergeführt werden.

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