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Steuerfassionen oder Steuerkataster

Es bleibt auch noch die Möglichkeit, auf die drei großen Bestandsaufnahmen des Haus- und Grundbesitzes in Oberösterreich zurückzugreifen, den Franziszeischen Kataster, das Josephinische Lagebuch und das Theresianische Gültbuch.

Einen Vorfahren, der weder Haus- noch Grundbesitz hatte, also einen sogenannten "Inwohner", wird man jedoch in diesen drei Steuerkatastern nicht finden; einige Ausnahmen gibt es nur beim Theresianischen Gültbuch, das bei einigen Grundherrschaften die Inwohner, auch Inleute oder Unbehauste genannt, separat am Schluss der Rustikalfassionen oder auch - bei kleineren Grundherrschaften - der Dominikalfassionen anführt. Gelegentlich scheinen die Inleute auch bei den Urbaren der jeweiligen Grundherrschaft als letzte Gruppe auf. Hat aber die gesuchte Person noch dazu den Wohnort und die Pfarre gewechselt, so wird die Herkunft wahrscheinlich nicht zu eruieren sein. In den Pflegschaftsrechnungen z. B. der Herrschaft Waxenberg gibt es eigene Inleut-Verzeichnisse, wo auch der Wegzug vermerkt ist; in manchen Herrschaftsprotokollen scheinen die Abschiede der Inleute unter den anderen Protokollsaufzeichungen auf, da sie beim "Abschied" eine Zahlung zu leisten hatten.

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