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Zitierweise

Der Sinn des Zitierens der benützten Quellen besteht darin, die eigenen Ergebnisse für jeden Leser nachprüfbar und nachvollziehbar zu machen. Wichtig ist eine vollständige, korrekte und einheitliche Zitierweise. Die Angabe ist so zu gestalten, dass die Quelle eindeutig identifiziert und lokalisiert werden kann. Wörtlich übernommene Textpassagen aus Quellen werden durch Anführungszeichen oder durch Kursivschrift als Zitat gekennzeichnet.

Die Quelle selbst wird üblicherweise entweder in Fußnoten (am Fuß der jeweiligen Seite), Endnoten (am Ende des Werkes) oder im laufenden Text durch Kurzbeleg angeführt. In Fußnoten (Anmerkungen) können in eingeschränktem Maß auch erklärende Texte einfließen (z. B. wenn eine Behauptung gestützt, ergänzt oder ihr widersprochen wird).

Es gibt verschiedene Möglichkeiten des Zitierens. Wichtig ist, sich für eine Art zu entscheiden und diese in einem Werk konsequent beizubehalten. Für Beiträge in Sammelwerken (Aufsätze) werden meist vom Herausgeber verbindliche Zitierregeln festgelegt. Wenn kein Erscheinungsort ermittelt werden kann, vermerkt man dies durch die Bezeichnung 'o.O.' (ohne Ort), bei fehlendem Erscheinungsjahr durch 'o.J.' (ohne Jahr). Ein Kurzzitat ist dort sinnvoll zu verwenden, wo nach der erstmaligen ausführlichen Zitierung das gleiche Werk erneut angeführt wird. Er enthält nur die knappsten noch zur Identifizierung erforderlichen Angaben: Nennung des Autors nur mit Familienname, sinnvoll gekürzter Titel, eventuelle Bandzahl und Seitenangabe, z. B.:

Mayrhofer: Quellenerläuterungen, 28.

Wird auf einer Seite mehrmals unmittelbar hintereinander auf die selbe Arbeit Bezug genommen, so brauchen Verfasser und Titel nur einmal angegeben werden. In den folgenden Fußnoten wird mit "Ebd." (Ebenda) auf dieses Werk verwiesen.

Beim Zitieren von Quellen ist darauf zu achten, dass die Angaben von der größten Einheit zur kleineren hin erfolgen. Zuerst wird die Einrichtung (das Haus) angegeben (z. B. Oö. Landesarchiv, kurz OÖLA), dann der Bestand (z. B. Herrschaftsarchiv Steyr, kurz HA Steyr), dann die Schachtel oder Handschrift (z. B. Handschrift 25, kurz Hs. 25), dann das Blatt bzw. die Seite (z. B. fol. 89).

In Handschriften ist vielfach nur das Blatt nummeriert (nicht jede Seite), es ist also zusätzlich anzugeben, ob die Vorderseite ("gerade Seite", r = recto) oder die Rückseite ("ungerade Seite", v = verso) gemeint ist.

Beispiel: OÖLA, HA Steyr, Hs. 25, fol. 34r

Nicht nur wegen der schöneren Ausstattung, sondern auch wegen der Funktion des Bildes als Geschichtsquelle sollten Heimatbücher sowie Haus- und Familienchroniken mit Abbildungen versehen werden. Die Auswahl will freilich gut überlegt sein. Bei der Wiedergabe von Fotos sind die Bestimmungen des Urheberrechtsgesetzes zu beachten. Jede Abbildung, jede Tabelle, jede Grafik braucht einen erklärenden Text. Als Faustregel gilt: Jede Abbildung muss für sich lesbar und verstehbar sein.

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