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Marktarchiv Haslach an der Mühl

Erste Verluste an Archivgut traten bereits während der Hussiteneinfälle 1427 bis 1432 ein, als der Markt in Flammen aufging. Dass trotzdem einiges an alten Schriften erhalten geblieben ist, verdanken wir ihrer Aufbewahrung im Marktturm. Hier hinterlegte der Rat in der Bürgerlade die wertvollsten Urkunden. 1682 wurde vereinbart, die Bürgerladen in dem neuerrichteten Rathaus zu deponieren. Mehr als die vielen Ortsbrände dürfte jedoch die Verständnislosigkeit früherer Gemeindevertretungen für archivalische Belange geschadet haben: In einer Instruktion des Kreisamtes wurden 1827 schwere Mängel bei der Führung der Protokolle beanstandet. In der Folge verwendete man alte Schriften als Verpackungsmaterial. Mit einem Umdenken am Beginn des 20. Jahrhunderts erfuhr auch das Marktarchiv wieder eine entsprechende Betreuung, die in der Übernahme des Archivs durch das Oberösterreichische Landesarchiv im Jahre 1938 ihren Abschluss fand.

Besonders hervorzuheben sind unter den Archivalien der Bedeutung des Marktes gemäß die vielen Akten der einzelnen Handwerke. Relativ dürftig vertreten sind die Ratsprotokolle und die Amtsrechnungen. Durch die vielen Brände ist älteres Aktenmaterial vor dem 18. Jahrhundert nur mehr äußerst spärlich überliefert.

61 Schachteln, 45 Handschriften, 21 Urkunden
Laufzeit: 15. - 19. Jh.
Literatur: Ignaz Nößlböck, Inventar des Marktarchivs Haslach in Oberösterreich, in: Archivverzeichnis des Marktarchivs Haslach (H. 16) 1 ff.

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