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Grundbuchanlegungsakten

Die Grundbuchanlegungsakten der Katastralgemeinden (Steuergemeinden) dienten den Bezirksgerichten als Grundlage für die Anlegung der Neuen Grundbücher. Die Vorerhebungen dauerten von 1874 bis ca. 1879. Die Anlegung der Neuen Grundbücher nach Katastralgemeinden erfolgte anschließend zwischen 1880 und 1886.

Die Grundbuchanlegungsakten wurden teilweise schon mit den Grundbuchurkundensammlungen im Jahre 1973 in das Oberösterreichische Landesarchiv übernommen. Die meisten Anlegungsakten wurden aber erst zwischen 1981 und 1997 von den einzelnen Bezirksgerichten abgetreten. Sie beinhalten Aufzeichnungen über den Besitz der einzelnen Liegenschaftseigentümer mit Namen, Hausnamen, Hausnummer, Ortschaft, Parzellennummern mit Angabe der Kulturgattung, Besitzbogen, Anlegungsprotokoll und neuer Einlagezahl etc. Im Anlegungsprotokoll ist auch die alte Grundbuch-Einlagezahl mit Nennung der Grundherrschaft sowie tomus-(= Band-) und folio-(= Blatt-)Angaben vermerkt. Je ein alphabetisches Verzeichnis der Liegenschaftseigentümer sowie ein Ortschaftsverzeichnis erleichtern das Auffinden der Liegenschaften. Nicht von allen Gemeinden sind die Anlegungsakten erhalten.

Die landtäflichen Güter im Erzherzogtum Österreich ob der Enns wurden bereits in der "Alten Landtafel" aufgezeichnet und geführt. Diese Gülten und Einlagen wurden nun ebenfalls nach neuen Gesichtspunkten bzw. Kriterien angelegt. Die Anlage erfolgte zwischen 1875-1889/91 nach einer neu vergebenen, fortlaufenden Einlagezahl je Liegenschaft. Die Gülten und Einlagen bekamen nun die neuen Einlagezahlen von 1 bis 1125.

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