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Innviertler Pfleggerichte

Im 1779 mit dem Land ob der Enns vereinigten, ehemals bayerischen Innviertel war die hohe Gerichtsbarkeit fast ausschließlich landesfürstlich. Sie unterstand den Rentämtern Landshut und Burghausen. Die Akten enthalten aber vor allem privatrechtliche Vereinbarungen in den Ämtern Braunau, Mattighofen, Mauerkirchen, Obernberg, Ried und Wildshut (Schärding befindet sich beim dortigen Bezirksgericht).

Literatur: Trinks, Bestände 48 f.

Pfleggericht Braunau
Lediglich eine Aktenschachtel ist von diesem großen Gerichtssprengel erhalten geblieben, nämlich die Lehenbriefe des Lehenpropstamtes Braunau von 1791-1793. Später wurden im Bezirksgericht Braunau am Inn Abhandlungsakten, beginnend im Jahre 1807, gefunden. Diese wurden beim Bestand des Bezirksgerichts belassen.
1 Schachtel
Laufzeit: 1791 - 1793

Pfleggericht Mattighofen
In nur drei Aktenschachteln sind Justizprotokolle, Vermögensausweise, Inventare weltlicher Stiftungen und Armeninstitutsrechnungen von 1836-1837 erhalten.
3 Schachteln
Laufzeit: 19. Jh.

Pfleggericht Mauerkirchen
Bei diesem Gericht sind 64 Aktenschachteln über die Verlassenschaftsabhandlungen von 1817-1849 sowie zwei Namenverzeichnisse zu den Verlassenschaften von 1830-1850 erhalten geblieben.
64 Schachteln, 2 Handschriften
Laufzeit: 1817 - 1850

Pfleggericht Obernberg
Obwohl dieser Bestand nur acht Aktenschachteln umfasst, ist doch die Verwaltungsstruktur dieser Behörde gut zu erkennen. Ein Kuriosum stellen fünf Pergamenturkunden von Leibrechtsbriefen über den domkapitlisch-passauischen Meierhof und den dazugehörigen Zehent bei St. Georgen nächst Obernberg von 1644 bis 1845 dar. Generell reicht der Bestand von 1781/82 bis 1849.
8 Schachteln, 5 Urkunden
Laufzeit: 1644 - 1849

Pfleggericht Ried
Bei diesem Gericht sind zumindest einige Abteilungen erhalten geblieben. Der Bestand teilt sich in 2 Subbestände (Ried I und Ried II) auf.
Pfleggericht Ried I
Die 30 Aktenschachteln stellen einen Querschnitt der damaligen Behördenstruktur dar. Bemerkenswert ist, dass der Bestand auch Archivalien aus der bayerischen Epoche enthält und somit auch Einblick in die bayerische Verwaltungsstruktur gewährt. Hervorzuheben sind die Gruppen Präsidialia, Publico Politica, Privatbauten (mit Bauplänen), Polizeigegenstände, Kriegskostenrechnungen, Handwerkssachen, Schulwesen und Innviertler Kriegsschulden.
30 Schachteln
Laufzeit: 1712 - 1849
Pfleggericht Ried II
Den Schwerpunkt dieses Bestandes bilden die Zivilprozessakten, Verlassenschaften sowie Depositen- und Waisensachen. Die ältesten Akten betreffen Jurisdiktionsstreitigkeiten der Herrschaft Aurolzmünster von 1555-1732.
196 Schachteln, 15 Handschriften
Laufzeit: 1555/1701 - 1850

Pfleggericht Schärding
Diese Archivalien sind beim Bestand Bezirksgericht Schärding verblieben, da dieser im Oberösterreichischen Landesarchiv als Mustergericht aufgestellt wurde. Er beinhaltet folgende Bestände:
Verlassenschaften ab 1762 bzw. 1774 ff.
Waisensachen ab 1780 ff.
Zivile Strafsachen ab 1808 ff.
Grundbuchakten ab 1832 ff.
Laufzeit: 1762 - 1850

Pfleggericht Wildshut
Die Archivalien dieses Pfleggerichts wurden auf 2 Bestände, Wildshut I und Wildshut II, aufgeteilt.
Pfleggericht Wildshut I
Die Verlassenschaftsabhandlungen von 1808-1850 bilden den größten Teil des Bestandes, der 54 Aktenschachteln umfasst.
54 Schachteln
Laufzeit: 1721 - 1850/51
Pfleggericht Wildshut II
Hier nehmen die Korrespondenzen des Patrimonialgerichtes Ach in Justizangelegenheiten sowie die Polizeiübertretungen, Zivilprozesse und Grundbuchgegenstände des Pfleggerichtes den überwiegenden Teil des Bestandes ein.
39 Schachteln, 10 Handschriften
Laufzeit: 1792 - 1851

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