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Herrschaftsarchiv Puchheim

Die Herrschaft Puchheim war bis 1348 im Besitz des altadeligen Geschlechts der Puchheimer. Ab 1348 war sie landesfürstlicher Besitz und wurde entweder durch Pfleger verwaltet oder verpfändet. 1502 ging Puchheim im Kaufwege an Wolfgang von Polheim, 1627 an Adam Graf von Herberstorff und 1639 an die Freiherren von Salburg über. Im Jahre 1767 kauften Johann Nepomuk und Karl von Fuchs die Herrschaft. Nachdem Puchheim ab 1839 im Besitz des Erherzogs Maximilian von Österreich-Este war, erwarb 1886 das Haus Bourbon im Erbwege Schloss und Herrschaft. Das Archiv der Herrschaft wurde 1975 von der Familie Bourbon dem Oberösterreichischen Landesarchiv übergeben und hier geordnet.

Herrschaftsarchiv Puchheim / Hauptbestand
Der Hauptbestand des Herrschaftsarchivs Puchheim wurde 1975 von der Familie Bourbon (seit 1886 im Besitz von Puchheim) dem Oberösterreichischen Landesarchiv übergeben. Nachdem das Archiv in den Jahren 1779/80 von dem bekannten Archivar Johann Adam Trauner geordnet worden war, hat es im Verlauf des 19. Jahrhunderts große Verluste erlitten, wobei auch die ursprüngliche Ordnung zerstört worden ist. Trotzdem wurde versucht, die ursprüngliche Aufstellungsweise zu rekonstruieren.

Das Herrschaftsarchiv Puchheim umfasst 122 Urkunden (1423-1838), 238 Handschriften (16.-20. Jh.), 181 Schachteln Akten (16.-20. Jh.) sowie 12 Druckwerke und 39 großformatige Mappen mit Zeitungsausschnitten von Wiener Zeitungen und einigen spanischen handschriftlichen Eintragungen von Alfonso de Borbòn, Duque des Sain Jaime (1849 -1936). Unter den Handschriften sind Urbare (seit 1564) sowie ein umfangreicher Bestand an Rechnungsbüchern (bis ca. 1940) bemerkenswert. Bei den Handschriften und bei den Akten sind auch Archivalien der Herrschaft Mitterberg und der Stadt Schwanenstadt enthalten.

181 Schachteln, 238 Handschriften, 122 Urkunden, 39 Mappen, 12 Druckwerke
Laufzeit: 15. - 20. Jh.
Literatur: Handbuch der österreichischen Wissenschaft 5. Band (Wien 1965) 262

Herrschaftsarchiv Puchheim / Nachtrag
Der geordnete Teil des Nachtrags umfasst nur 3 Schachteln mit Gerichtsakten aus dem 17. und 18. Jh. Daneben gibt es 15 große Bananenschachteln mit Handschriften und Ordnern aus dem 19. und 20. Jh., die noch völlig ungeordnet sind.

3 Schachteln, 15 Bananen-Schachteln
Laufzeit: 17. - 20. Jh.

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