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Stiftsarchiv Garsten

Das Archiv des 1082 gegründeten und 1787 aufgehobenen Benediktinerklosters Garsten hat (zumindest was die Urkunden anbelangt) nur geringe Verluste erlitten. Was die übrigen Bestände betrifft, kann wegen des Fehlens eines Gesamtinventars über den genauen Umfang nichts Konkretes gesagt werden. Da aber z. B. bei den Handschriften die großen Gesamturbare fehlen, dürften die Archivalienverluste doch beträchtlich sein.

Ein erstes Verzeichnis des Garstener Archivbestandes fertigte 1631 der Prior und Archivar Seraphin Kirchmayr an, der noch eine zweite Handschrift der Garstener Annalen kannte. Durch die Aufhebung des Klosters (1787) war auch das Schicksal seiner Archivalien vorerst ungeklärt: Nach vorläufigen Verlagerungen nach Graz (!) und Gleink (dort brachte man die Garstener zu den Gleinker Archivalien) wurde das Archiv 1882 geordnet; allerdings zerstörte man dabei die ursprüngliche Faszikulierung der Akten. Schließlich übernahm im Jahre 1902 Dr. Konrad Schiffmann als neubestellter Diözesanarchivar die Verantwortung für das Garstener und das Gleinker Archiv. Als Schiffmann 1910 sein Amt als Kustos des Diözesanarchivs niederlegte, trat das Bischöfliche Ordinariat Linz die Stiftsarchive Garsten und Gleink an das Oberösterreichische Landesarchiv ab, das eine Verzeichnung dieser Bestände vorzunehmen versprach, was in der Folge auch durchgeführt wurde.

Gliederung des Bestandes: Innere Verwaltung, Klosterbesitz, Finanzwesen, Religion, Pfarreien, Schulwesen, Gerichtswesen, Handel, Gewerbe, Verkehr, Polizei- und Bauwesen, Landwirtschaft, Untertanen, Militaria, Stadt Steyr, Marktkarte von Weyer und Gaflenz, Korrespondenzen, Varia

320 Schachteln, 90 Handschriften, 579 Urkunden
Laufzeit: 1082 - 1803
Literatur: Rudolf Ardelt, Beitrag zur Geschichte des Stiftsarchivs Garsten, in: Jb. oö. MV 125/I (1980) 109 ff. (mit älterer Lit.)

 

Nähere Informationen zu den Urkunden des Bestandes finden Sie im Online-Portal "Monasterium" (MOM).
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