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Stiftsarchiv Waldhausen

Das Augustiner-Chorherrenstift Waldhausen (eine Stiftung der Herren von Machland) wurde 1146 gegründet und unter Kaiser Leopold II. 1792 aufgehoben. Zwei Archivverzeichnisse aus den Jahren 1688 und 1709 (mit Nachträgen bis 1724) zeigen den ursprünglichen Reichtum dieses Bestandes und lassen den Verlust erkennen, der durch die Verschleuderung der Handschriften- und Aktenbestände für die oberösterreichische Landesgeschichte entstanden ist. In dem 1709 angelegten Verzeichnis wird neben dem eigentlichen Klosterarchiv ein Dekanatsarchiv erwähnt, in dem außer Urkunden auch die Personalakten der Chorherren aufbewahrt wurden. Verlorengegangen sind aber auch große Bestände über die Klosterreformen, den Prälatenstand, den niederösterreichischen Weingartenbesitz und Akten über die 19 ober- und niederösterreichischen Stiftspfarren.

Nach dem Verkauf des Klostergebäudes 1852 wurden die vorhandenen Akten des Stiftsarchivs einer Durchsicht unterzogen; als Ergebnis hat man den größten Teil einem Kaufmann zur "Verwertung" übergeben, der die Akten der Papiermühle überantwortete. Der verbliebene Rest gelangte schließlich auf Umwegen in die Obhut des Oberösterreichischen Landesarchivs. Besser bestellt ist es mit den Urkunden, die bereits 1839 vom Domkapitel dem Museum Francisco-Carolinum übergeben wurden, von wo sie ziemlich vollständig in das Landesarchiv gelangten.

Gliederung des Bestandes: Landstände, Gerichts- und Steuerwesen, Militär und öffentliche Sicherheit, grundherrschaftliche Verwaltung, Rechnungswesen, Wald, Jagd, Fischerei und Landwirtschaft, Handwerk, Handel, Verkehr, Untertanen

183 Schachteln, 99 Handschriften, 19 Faszikel, 592 Urkunden
Laufzeit: 1147 - 1880
Literatur: Zibermayr, Landesarchiv 228 f.; Trinks, Bestände 61 f.

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