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Stiftsarchiv Windhaag bei Perg

Das Dominikanerinnenkloster Windhaag bei Perg hatte nur eine kurze Bestandszeit: Es wurde im Jahre 1667 von der einzigen Tochter des Grafen Joachim Enzmillner von Windhaag, Eva Magdalena, gegründet und bereits 1782 wieder aufgelöst. Die vom Grafen angelegte, umfangreiche Sammlung von Büchern, Kunstwerken, Waffen und naturwissenschaftlichen Gegenständen wurde weit zerstreut.

Das umfangreiche Stiftsarchiv (ein Inventar des Jahres 1680 beweist die Reichhaltigkeit des Bestandes) blieb vorerst in Windhaag. In den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurden die Gerichtsprotokolle an das Oberlandesgericht Linz abgeliefert, die übrigen Archivalien mit den Resten der Stiftsarchive Baumgartenberg und Waldhausen vereinigt. Glücklicherweise wurden die Urkunden, wie bei Waldhausen, dem neugegründeten Museum in Linz abgetreten, so dass sie fast vollständig erhalten blieben. Der mit der Aufsicht über die verbliebenen Bestände betraute Oberförster Ditlbacher verschleuderte und verkaufte allerdings die wertvollsten Archivalien, das übrige besorgten Mäuse und Ratten sowie der Verkauf an eine Papierfabrik! Der spärliche Rest wurde dem Linzer Domkapitel im Jahre 1904 übergeben und von diesem der Obhut des Oberösterreichischen Landesarchivs anvertraut.

Der Akten- und Handschriftenbestand ist nur mehr lückenhaft vorhanden: Urbarien, Familienakten und -handschriften, Stiftungen, Waisen- und Rechnungsbücher, Gerichtsakten, Vogteien, Herrschaftsverwaltung, Rechnungswesen, Landwirtschaft

35 Schachteln, 79 Handschriften, 9 Faszikel, 392 Urkunden
Laufzeit: 1344 - 1854
Literatur: Georg Grüll, Geschichte des Schlosses und der Herrschaft Windhaag bei Perg, in: Jb. oö. MV 87 (1937) 186 ff.

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