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Hörackstiftung Ohlsdorf

Diese Stiftung wurde von den beiden Brüdern Johann Ferdinand und Abraham Hörack am Beginn des 18. Jahrhunderts ins Leben gerufen. Sie waren nacheinander Pfarrer in Gmunden; zu diesem Pfarrsprengel gehörte auch Ohlsdorf. Gemäß einer Tradition in ihrer Großfamilie richteten sie in Ohlsdorf, das wegen seiner Entfernung von Gmunden seelsorglich vernachlässigt war, eine Stiftung zur Ausbildung von Familienmitgliedern ein.

Von Ohlsdorf aus wurden im 18. Jahrhundert weitere Benefizien in Laakirchen und Gschwandt errichtet. Ab 1899 wurden nur mehr sechs Stipendien vergeben, seit 1914 keine mehr. Im Jahre 1960 wurde die Pfarrpfründe mit dem Hörack'schen Benefizium vereinigt. Der Pfarrer ist heute noch Benefiziat.

Die Urkunden dieses Bestandes (45 Einzelurkunden in 5 Schachteln) betreffen vor allem die Familie Hörack (Geburtsbescheinigungen, Gesellenbriefe, Verleihung von Pfarren etc.), aber auch die Stiftungen (Geldstiftungen einzelner Gönner etc.). Die Urkunde Nr. 36 vom 1. Jänner 1723 ist die Stiftungsurkunde des Benefiziums in Ohlsdorf, die Handschriften 1 und 2 sind Abschriften von dieser aus dem Jahre 1726. Das übrige Material hat vor allem die Verwaltung des Benefiziums zum Inhalt (Grundkäufe, Rechnungen, Stipendienverwaltung, Bausachen etc.), enthält aber auch Schriftgut über die Gotteshäuser und Schulen in Laakirchen und Gschwandt.

13 Schachteln, 6 Handschriften, 45 Urkunden
Laufzeit: 1613 - 1778
Literatur: Ferdinand Krackowizer, Geschichte der Stadt Gmunden in Oberösterreich 2 (Gmunden 1899) bes. 39 f., 50 f.; 1200 Jahre Ohlsdorf. Heimatbuch der Gemeinde Ohlsdorf (Gmunden 1985) bes. 65f., 137 ff.; Heinrich Wurm, Quellen zur Geschichte Ohlsdorfs (maschinschr. Manuskript, Ohlsdorf 1932); Heinrich Wurm, Aus dem Tagebuch des Benefiziaten Friedrich Mörk von Ohlsdorf, in: Heimatland. Illustrierte Beilage zum Linzer Volksblatt 1927 Nr. 12, 89 ff.

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