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Landes-Frauenklinik Linz

Die heutige Oberösterreichische Landes-Frauenklinik wurde ursprünglich unter Kaiser Joseph II. im Jahre 1788 als "Gebär- und Findelanstalt" in Linz gegründet und war in der Anfangszeit im Prunerstift untergebracht. Nach einer 1833 erfolgten Verlegung bekam sie dann den heutigen Standort in der Lederergasse 47, dem ehemaligen Edelsitz Eckharthof, der 1843 zunächst angemietet und 1852 gekauft worden ist. Das Land Oberösterreich hat die Gebäranstalt im Jahre 1861 übernommen; um die Jahrhundertwende wurde ausgebaut und eine gynäkologische Abteilung neu eingerichtet. Die Klinik erhielt das Öffentlichkeitsrecht und wurde in Landes-Frauenklinik umbenannt. Während des Zweiten Weltkrieges war sie nach Bad Hall verlegt, von 1945 bis 1951 fand sie eine notdürftige Unterkunft in Niedernhart. Das Schriftgut dieser Anstalt hat sich glücklicherweise von den Anfängen her ziemlich geschlossen erhalten und wurde seit 1950 laufend übernommen. Der Altbestand besteht hauptsächlich aus den Akten der Gebär- und Findelanstalt, der jüngere Teil enthält vorwiegend Krankengeschichten der geburtshilflichen und gynäkologischen Abteilung.

Für die Heimatforschung wurden die Protokolle der Waisenstiftlinge und -findlinge von 1788 bis 1828, die Findlingshauptprotokolle und Findlingsaufnahmeprotokolle von 1804 bis 1872 sowie die Findlingshauptbücher für Knaben und Mädchen von 1833 bis 1868 und die Geburtenprotokolle von 1836 bis 1902 sowie die Indices zu den Findlingshauptbüchern, Findlingsbögen, Geburtenprotokollen mikroverfilmt.

Dieser Bestand ist in einem Außendepot des Landesarchivs untergebracht und nur eingeschränkt benutzbar. Sie können unter landesarchiv@ooe.gv.at schriftlich um Einsichtsgenehmigung ansuchen.

170 Schachteln, 2759 Handschriften
Laufzeit: ca. 1788 - 1981
Literatur: 200 Jahre Landesfrauenklinik Linz (hg. v. Heribert Fröhlich (Manfred Skopec, Wien 1990; Franz Xaver Bohdanowicz, Die k.k. Gebär- und Findelanstalt, in: HJbL 1952 (Linz 1953) 207 ff.

Gesperrt !

Einige unserer Bestände sind aufgrund von rechtlichen Bestimmungen, vertraglichen Vereinbarungen mit den Übergeber/innen oder aus konservatorischen Gründen für die allgemeine Benützung gesperrt. In Einzelfällen kann unter bestimmten Voraussetzungen (z. B. wissenschaftliche Forschungstätigkeit) eine befristete Aufhebung der Sperre erfolgen. Anfragen um Ausnahmegenehmigungen richten Sie bitte schriftliche unter landesarchiv@ooe.gv.at an das Oö. Landesarchiv.

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