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Nachlass Huber Franz

Im September 2012 schenkten die Nachkommen von Ing. Franz Huber dem Oberösterreichischen Landesarchiv neun Bananenschachteln mit Unterlagen zur Familienforschung Huber und österreichischen Hexenprozessen  (Zl. 2437/2011). Herr Ing. Franz Huber war ein leidenschaftlicher Familienforscher, der im Zuge seiner Recherchen herausfand, dass einer seiner Vorfahren bei einem Hexenprozess sein Leben lassen musste. Daraufhin beschäftigte er sich intensiver mit diesem Hexenprozess (OÖ Fall 67: Grillenberger). Das Thema begann ihn zu faszinieren und in weiterer Folge transkripierte er alle Hexenprozess-Kriminalakten, die Personen aus Oberösterreich betrafen und ihm zugänglich waren. Diese Arbeiten begann er mit der Durchsicht von Beständen im Oberösterreichischen Landesarchiv, vor allem im Stadt- und Herrschaftsarchiv Freistadt. Darüber hinaus recherchierte er im Stiftsarchiv Kremsmünster, Stadtarchiv Steyr, Stadtarchiv Waidhofen an der Ybbs, Bistumsarchiv Würzburg, Landesarchiv Tirol, usw.

Er wertete die Transkriptionen nicht weiter aus, sondern ergänzte sie nur gelegentlich mit familiengeschichtlichen Recherchen zu den beteiligten Personen.

Hervorzuheben ist die umfangreiche Materialsammlung zu Goethes Faust, den verschiedenen Varianten und dem Urfaust (Sch. 34-37). Auch viele kopierte Unterlagen zu Magie und Aberglaube finden sich in diesem Bestand; wie abergläubische Segen (z.B. Feuersegen, Diebssegen, Blutstillsegen, Wurmsegen, Tobiassegen, Jakobssegen), Beschwörung des Schatzgeistes, Wahre Länge Jesu und Mariae, Schluckzettel, Corona-Gebet, Zauber- und Bannsprüche, Sator-Formel, Nestlknüpfen, Zaubermittel zum Schatzgraben, Teufelsbilder, Planetenlesen, Geisterbeschwörung, etc.

Sehr umfangreich sind die Unterlagen zur Familienforschung. Insgesamt umfasst dieses Material acht Schachteln (Sch. 1-8).

Kopien von Druckwerken aus dem 18. Jahrhundert mit abergläubischen Themen, die nicht in jeder größeren Bibliothek vorhanden sind, runden die umfangreiche Sammlung ab (Sch. 39).

Die übergebenen Druckwerke wurden der Bibliothek des Oö. Landesarchivs eingereiht, sie umfassten 2 Bananenschachteln.

Die Ordnungsarbeiten führten im August 2013 der Verfasser und unterstützend die Ferialpraktikanten Adam Kehrer und Paul Wewalka durch. Die vorgefundene Ordnung wurde nach Möglichkeit beibehalten.

39 Schachteln
Laufzeit: 15 bis 20. Jh.

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