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Volkskundeatlas

Schon in der ersten Republik seit 1930 wurden Landesstellen zur Errichtung eines Deutschen Volkskundeatlasses eingerichtet. Bereits 1936 wurde Prof. Dr. Ernst Burgstaller zum Sekretär der oberösterreichischen Landesstelle bestellt. Die Unterlagen wurden 1938 nach der Verhaftung von Hofrat Dr. Depiny dem Landesmuseum übergeben. Mit Beschluss vom 7.1.1946 wurde das Institut für Landeskunde ins Leben gerufen und später mit den Vorarbeiten zum Atlas von Oberösterreich betraut. 1952 übernahm Dr. Burgstaller die Leitung dieser Aufgabe und wurde 1953 nach der Gründung des Kuratoriums für den österreichischen Volkskundeatlas einer dessen wichtigsten Mitarbeiter und erwarb sich große Verdienste.

Der vorliegende Bestand wurde aus zwei Teilen zusammengefügt und zwar aus den Fragebögen, Akten, Atlanten, Karten und Plänen die von der Landeskulturdirektion 2005 dem Oberösterreichischen Landesarchiv übergeben wurden. Der größte Teil dieser Gruppe besteht aus den Fragebögen die zur Erstellung des Volkskundeatlas von den Schulen an die durchführende Stelle zurückgeschickt wurden. Die Fragebögen, Ergänzungsbögen und Sonderfragebögen sind zum Großteil vollständig erhalten und können eine wichtige Quelle für den lokalen und regionalen Forscher darstellen, da bei der Auswertung des Volkskundeatlasses viele Punkte nicht übernommen werden konnten. Bei manchen Schulen wurden allerdings nur sehr wenig Fragen beantwortet da die Lehrer in der Nachkriegszeit entweder ortsfremd waren oder manche sehr wenig Motivation zeigten. Es gab natürlich auch besonders fleißige Lehrer, daher sind diese betreffenden Fragebögen heute eine wertvolle volkskundliche Fundgrube. Der zweite Teil besteht hauptsächlich aus Archivalien, die aus dem Nachlass von Prof. Dr. Ernst Burgstaller stammen und von seinen Erben an die Stadtgemeinde Leonding übergeben wurden. Am 31.05.2005 kam der Bestand in das Oberösterreichische Landesarchiv und konnte bei der Archivierung in den Bestand Volkskundeatlas eingebunden werden. Dieser Teil dokumentiert sehr genau die Entstehung des oberösterreichischen und österreichischen Volkskundeatlasses. Der Aktenbestand umfasst hauptsächlich den Akten Ein- und Auslauf des Institutes für Landeskunde für den Zeitraum von 1957-1970 und der Gesellschaft für Vor- und Frühgeschichte von 1976 bis 1982. Ein genaues Verzeichnis befindet sich bei den Übernahmsakten.

94 Schachteln, 24 Mappen
Laufzeit: 1927 - 1979

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