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Amerikanische Kriegs- und Besatzungsakten

Dazu gehören folgende drei reale Subbestände:

NARA Heidelberger Dokumente
Die elf Bände dieses Bestandes, später als "Heidelberger Dokumente" bekannt, bestehen aus Kopien von Vorlagen, die die "Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltung Ludwigsburg" im Schriftgut amerikanischer Militärgerichte im US-Hauptquartier für Europa in Heidelberg fand und für die Vorbereitung von Verfahren betreffend Euthanasie zusammengestellt hatte. Die Akten wurden von der US-Army beschlagnahmt und teilweise in Nürnberg als Beweismittel benutzt, bis Ende der 60er Jahre bei der US-Army in Heidelberg aufbewahrt und anschließend in die Vereinigten Staaten gebracht, wo sie schließlich auch zur Verfilmung gelangten. Neben vielen anderen für die Euthanasieforschung wichtigen Dokumenten ist eine "Geschäftsordnung für Zentraldienststelle und Anstalt C" (mit Anstalt C ist die Euthanasieanstalt Hartheim bei Alkoven gemeint) von besonderem Interesse. Weiters finden sich Unterlagen folgende Unterlagen in diesem Bestand:

Geschäftsverteilung und Personalangelegenheiten 1943/44; Vorbereitung und Durchführung der Tötung von Geisteskranken 1939/44; Zusammenarbeit mit dem Reichsbeauftragten für die Heil- und Pflegeanstalten 1941/44; Forschungsabteilung Heidelberg in der HPA Wiesloch (Prof. Dr. Carl Schneider) 1942/44; Beobachtungs- und Forschungsabteilung bei der Landesanstalt Görden bei Brandenburg 1941/43; Listen der deutschen Anstalten 1941-43; Planung der Belegung von HPA 1942-44; Vorbereitung von Filmen zur Propagierung der Sterbehilfe unter Ärzten und in der Öffentlichkeit 1940-42; Denkschriften und wiss. Veröffentlichungen; Warmund, Euthanasie im Licht der katholischen Moral und Praxis 1940; Wiss. Gesellschaften und Tagungen 1940-44; Apparate zur Elektroschocktherapie 1942-44; Lieferung und Beschaffung von Geräten 1942-43; Korrespondenz von Prof. Dr. Nitsche 1939-44; Berichte der Planungskommission über die Planung für die HPA in den Ländern und Provinzen 1941-42; Psychiatrische Überarbeitung der Planungsergebnisse durch Dr. Robert Müller 1942; Beschaffung von Fachliteratur.

3 Mikrofilme
Laufzeit: 1939 - 1944

NARA Besatzungsakten
Das Land Salzburg und Oberösterreich südlich der Donau bildeten zusammen mit dem amerikanischen Sektor Wiens von 1945 bis 1955 die US-Besatzungszone in Österreich. Gerade in den ersten Nachkriegsjahren behielten sich die Militärregierungen die Kontrolle über bestimmte Bereiche der Gesetzgebung und Verwaltung vor. Bis etwa 1950 wurden alle wesentlichen Entscheidungen durch die Militärregierung getroffen. Der anfangs große Verwaltungsapparat der Militärregierung wurde ab 1950 abgebaut, wobei alle Unterlagen der aufzulösenden Abteilung mit in die Vereinigten Staaten genommen und dort schließlich im National Archives unter der Record Group 260 eingelagert wurden. Um die Lücke der für die oberösterreichische Nachkriegsgeschichte wichtigen Unterlagen zu schließen, wurden seit 1996 wesentliche Teile der Besatzungsakten auf Mikrofilm erworben. Das Verfilmungsprojekt ist zur Zeit noch nicht abgeschlossen. Folgende Aktengruppen beinhaltet die Record Group 260: C1 Director of USACA, C2 Reparations, Restitutions and Deliveries Division, C3 Information Service Branch, C4 Legal Division, C5 Political Division, C6 Internal Affaris / Displaced Persons Division, C7 Combined Services Group, C8 Education Division, C9 Civilian Supply, C10 Finance, Economics Camp; Social Administration, C11 Transport Division, C12 Communications Division.

105 Mikrofilme
Laufzeit: 1945 - 1951

US-Bombardement
Aufschrift "Documents on the Reel (Bombardment-Group)"

Es handelt sich dabei um die amerikanische Doku über die Bombardierungen in Österreich, August 1943 bis März 1945

4 Mikrofilme
Laufzeit: 1943 - 1945

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