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Innviertler Kriegsschulden

Schon bald nach der Eingliederung des Innviertels und von Teilen des Hausruckviertels in das Königreich Bayern im Jahre 1810 hat König Maximilian I. Joseph eine eigene Kriegsschulden-Tilgungs-Kommission für die neugewonnenen Gebiete eingerichtet. Diese hatte die Aufgabe, den Untertanen und Gemeinden die in der Zeit der napoleonischen Kriege geleisteten Geld-, Natural- und anderen Dienste abzugelten. Solche hatten etwa in der Verpflegung von fremden Kriegstruppen oder in verschiedenen Arbeitsleistungen (Hand- und Spannfronen, Mithilfe beim Festungsbau etc.) bestanden. Die Kommission konnte nach einem bestimmten Schlüssel eine Art Sondersteuer einheben und das Geld an die Untertanen und Gemeinden, deren Forderungen als berechtigt anerkannt worden waren, weitergeben. Nach der Rückgabe der Gebiete an Österreich im Jahre 1816 blieb diese Kommission unter der neuen Herrschaft noch einige Zeit bestehen.

Den Kern des Bestandes bildet das aus der Tätigkeit der bayerischen Kriegsschulden-Tilgungs-Kommission erwachsene Schriftgut zwischen 1810 und 1816. Dazu kommen irrtümlich hier angeschlossene Urkunden aus der Zeit der Zugehörigkeit des Innviertels zu Bayern (vor 1779).

38 Schachteln, 22 Handschriften, 1 Faszikel, 19 Urkunden
Laufzeit: 16. - 19. Jh.

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