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Israelitische Kultusgemeinde Linz

Im Jahr 2002 wurden von der Israelitischen Kultusgemeinde Linz als Depositum Vermögensanmeldungen und Arisierungsakten übergeben. Die Aktenzahlen der Arisierungsakten (IVc/W und Ib/J) belegen ihre Herkunft aus der ehemaligen Reichsstatthalterei Oberdonau, Sonderdezernat Entjudung. Der Vermögensanmeldungen hingegen entstanden in der 1938 eingerichteten Vermögensverkehrsstelle in Wien. Das Aktenmaterial dürfte um 1950 in den Besitz der Israelitischen Kultusgemeinde gekommen sein. Die "Verordnung über die Anmeldung jüdischen Vermögens vom 26. April 1938" zwang alle Juden, die ein Vermögen von über RM 5000 besaßen, eine Vermögensanmeldung (= "Verzeichnis des Vermögens der Juden mit Stand vom 27.4.1938") abzugeben. Dieses Formular beinhaltet Angaben zur anmeldenden Person sowie allen Vermögenswerten wie etwa Liegenschaften, Firmenvermögen, Wertpapiere, Schmuck u. a. Die Arisierungsakten spiegeln den Verlauf der Entziehung des jüdischen Vermögens wieder. In diesen Akten befindet sich der gesamte Schriftverkehr, der mit der Entziehung verbunden war, wie z. B. Ansuchen um Genehmigung der Erwerbung, Einsetzung eines kommissarischen Verwalters, Schätzgutachten über die Vermögenschaft, Kaufvertrag, Genehmigung des Kaufvertrages u. a.

Der gesamte Bestand von 14 Schachteln ist elektronisch erschlossen und mikroverfilmt.

14 Schachteln, 7 Mikrofilme
Laufzeit: 1938 - 1945

 

Gesperrt !

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