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Landesregierung 1784-1849 / Präsidium

Die Präsidialkanzlei der obderennsischen Landesregierung wurde 1786 mit nur 12 Aktengruppen eingerichtet, die bis 1820 ständig erweitert und schließlich völlig neu definiert wurden. Das Schema von 24 Gruppen wurde dann bis 1848/49 beibehalten. Seit 1800 wurde die Numerierung der Akten jährlich neu begonnen. 1823 wurde die Ablage in die Gruppen Präsidialia, Polizei und Zensur getrennt, von 1834 bis 1843 bilden auch die Cameralia eine eigene Aktengruppe. Inhaltlich war die Abteilung hauptsächlich als Aufsichts- und Koordinationsstelle gedacht, spätestens ab 1820 ist allerdings eine zunehmende Bedeutung "politischer", d. h. staatspolitischer bzw. polizeilicher Agenden erkennbar, die in enger Kooperation mit der Polizeidirektion wahrgenommen wurden. Welche Angelegenheiten vom Präsidium an sich gezogen bzw. vom jeweiligen Chef der Landesregierung diesem zugewiesen wurden, dürfte fallweise entschieden worden sein.

Die Schachteln 177 bis 189 beinhalten die "Geheime Präsidialia 1827-1921". Dabei handelt es sich um die "Reservatakten" des Chefs der Landesregierung, die aus verschiedensten Gründen ihm selbst zur Kenntnis bzw. Bearbeitung vorbehalten blieben. Von 1827 bis 1848 sind 180 solcher Akten vorhanden, zwischen 1848 und 1863 gibt es sie nicht. Ab 1864 wird trotz der anfänglich geringen Mengen die Zählung jährlich neu begonnen. Der Bestand endet 1921. Obwohl besonders in späterer Zeit polizeiliche Inhalte überwiegen, ist nur in wenigen Fällen die Geheimhaltung" aus der Brisanz des Inhaltes zu erklären.

243 Schachteln, 94 Handschriften
Laufzeit: 1786 - 1921

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