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Zivilverwaltung Mühlviertel

Die Zivilverwaltung Mühlviertel wurde in aller Eile eingerichtet, als im Juli 1945 der Beschluss der Alliierten zur Teilung Oberösterreichs in eine amerikanische Besatzungszone südlich und eine sowjetische Besatzungszone nördlich der Donau (= Mühlviertel) bekannt wurde. Durch die Einbindung des Chefs dieser Zivilverwaltung, des "Staatsbeauftragten" Johann Blöchl, in die Landesregierung sollte eine völlige Abtrennung des Mühlviertels von Oberösterreich verhindert werden. Diese Konstruktion wurde von der sowjetischen Besatzungsmacht akzeptiert und bewährte sich bis zur faktischen (1953) und rechtlichen (1955) Beendigung der Teilung des Landes.

Der Aktenbestand erlitt einige Verluste, ist aber auf Mikrofilm wesentlich vollständiger erhalten. Er umfasst bis 1955 unter anderem folgende Aufgabengebiete (in Klammer erster Aktenjahrgang): Präsidium (1945), Vermögenskontrolle (1946) und -sicherung (1947), Personal (1948), Entnazifizierung und Personalrecht (alphabetisch) sowie Politische Reinigung (1946), Personenstand (1950), Staatsbürgerschaft (1946) und Fürsorge (1945). Besonders interessant sind die vollständigen Sitzungsprotokolle der Zivilverwaltung 1945 bis 1955.

147 Schachteln, 91 Handschriften, 40 Faszikel, Mikrofilme
Laufzeit: 1945 - 1955

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