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Musealarchiv

Einen der ältesten Bestände des Oberösterreichischen Landesarchivs bildet die als "Musealarchiv" bekannte Archivaliensammlung. Sie entstand aus Archiven, Archivteilen und einzelnen Archivalien, die vom Museum Francisco-Carolinum gesammelt wurden. Bereits bei der Gründung des Musealvereines im Jahre 1833 hatte Anton von Spaun als eine der Aufgaben des neuen Museums die Sammlung von Archivalien bezeichnet. Der Genealoge Victor von Handel-Mazzetti hat sich in der Folge um diese Sammlung verdient gemacht, die freilich den großen Nachteil hat, dass sie nie systematisch erfolgt ist. Daher ist auch die Zusammensetzung des Bestandes sehr kompliziert. Im Jahre 1914 wurde die Sammlung "Musealarchiv" dem Landesarchiv abgetreten.

Der Bestand ist äußerst heterogen: Man findet z. B. neben Teilen von Herrschaftsarchiven eine Sammlung von "Obderennsia" (u. a. Bauernkriegsakten), viel genealogisches Material (u.a. Aloys Freiherrn von Starkenfels-Sammlung, Khevenhüllersche Archivalien etc.), Archivalien von Städten und Märkten sowie oberösterreichische Varia, kleinere Nachlässe und Manuskripte. Dazu kommt noch eine Sammlung von Handschriften verschiedensten Inhalts. Deshalb wurde der Bestand 2003-2004 überarbeitet und genauer aufgenommen. Die alte Ordnung musste allerdings aus verschiedenen Gründen beibehalten werden. Die alten Faszikel wurden dabei neu geordnet, eingeschachtelt und genau verzeichnet. Dank des nunmehr vorhandenen detaillierten Verzeichnisses ist der Bestand nun für die Benutzerinnen und Benutzer des Landesarchivs leichter zugänglich und besser erschlossen.

198 Schachteln, 445 Handschriften
Literatur: Trinks, Bestände 90 f.; Zibermayr, Landesarchiv bes. 297; Erich Trinks, Das Urkundenbuch des Landes ob der Enns, in: Jb. oö. MV 85 (1933) 631 f.

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