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Verband ehemalig politisch Verfolgter

Der "Landesverband ehem. politisch Verfolgter" ist unmittelbar nach Kriegsende aus zahlreichen lokalen und regionalen Initiativen mit unterschiedlichen Namen entstanden, sodass bis zu seiner Auflösung 1948 die verschiedensten Bezeichnungen gebräuchlich waren:

  • Zentralstelle ehem. politisch Verfolgter
  • Zentralstelle für politische Häftlinge
  • Bund der politisch Verfolgten – Landesverband OÖ
  • Arbeitsgemeinschaft der politisch Verfolgten OÖs
  • Oö. Landesverband politisch Verfolgter
  • Bezirksstelle.... für ehemalige politische Häftlinge
  • Bezirksverband ehem. politisch verfolgter Antifaschisten
  • Verband österreichischer antifaschistischer Freiheitskämpfer
  • Verband der politischen Häftlinge
  • Komitee ehem. politische Häftlinge
  • KZ-Verband

Zentrale Aufgaben waren die Erfassung bzw. Authentifizierung und anschließende Unterstützung von Opfern der nationalsozialistischen Zwangsherrschaft, nach dem Beschluss des Opferfürsorgegesetzes auch die Beratung und Unterstützung der zuständigen Behörden und Dienststellen. Aus dieser Aufgabenstellung ergaben sich unter anderem auch (partei-) politische Implikationen und Streitigkeiten. Der Verband wurde im Sommer 1948 vom Innenministerium zwangsweise aufgelöst.

Der Bestand war Teil jener Unterlagen, die 2006 aus dem Keller der Sicherheitsdirektion in mehreren Kisten und Schachteln übernommen wurden, nachdem sie als historische Unterlagen der angeordneten generellen Archivalienvernichtung entgangen waren. Er dürfte seit der Liquidierung des Verbandes 1948 – abgesehen von der Übersiedlung aus der ehemaligen Polizeidirektion Mozartstraße in den Neubau der Sicherheitsdirektion – nicht mehr benutzt,  bearbeitet oder gereinigt worden sein.

Soweit die Schriftstücke in Ordnern, Mappen oder ähnlich fest strukturierten Ablagen vorlagen, wurde sowohl die Ordnung als auch die Beschriftung übernommen, auch wenn teilweise inhaltlich abweichende Inhalte zu erkennen waren.

Für eine detaillierte inhaltliche Ordnung und Erschließung fehlte leider die Zeit.

Die letzten vier Schachteln sind Karteikarten und Fragebögen der 1948 gegründeten Nachfolgeorganisation: Landesverband Oberösterreich dr AntifaschistInnen, WiderstandskämpferInnen und Opfer des Faschismus (KZ-Verband/VdA OÖ).

29 Schachteln
1 Handschrift

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