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Eisenbahnarchiv

Die vom Oberösterreichischen Landesarchiv in Linz übernommenen Bestände an Akten, Dienstvorschriften und Behelfe der ehem. k. k. Staatsbahndirektion Linz (siehe Museal-Jahrbuch 91. Bd. S. 420/421) - seinerzeit von der genannten Bahnverwaltung für ein geplantes "Oö. Eisenbahnmuseum" gesammelt - umfassen den Zeitraum von den ersten Anfängen des Eisenbahnwesens unserer engeren Heimat, der Pferdebahnzeit bis zur Beendigung des Ersten Weltkrieges mit anschließender Umsturzzeit, in einzelnen Belangen bis 1957 (Nachtrag). Sie geben ein anschauliches Bild der vielfachen Wandlungen, die das österreichische Eisenbahnwesen im Verlaufe von mehr als 120 Jahren seit dem Betriebsbeginn der Pferdeeisenbahn Linz-Budweis (1.8.1932), als der ersten dem öffentlichen Verkehr dienenden Schienenbahn des europäischen Festlandes, erfahren hat. Dieser allmähliche Werdegang spiegelt sich deutlich wieder, sowohl in den mehrfachen Besitz- und Organisationsänderungen, im Wechsel von Privat- auf Staatsbetrieb und umgekehrt, wie auch im Wechsel des Beförderungsmittels selbst, vom Pferdezug auf Dampf- und schließlich auf elektrischem Betrieb.

Eisenbahnarchiv / Hauptbestand
Bei diesem künstlich gebildeten Bestand handelt es sich um Archivalien der ehemaligen k.k. Staatsbahndirektion Linz, welche für ein geplantes, jedoch nicht realisiertes "Oberösterreichisches Eisenbahnmuseum" gesammelt worden sind. Sie umfassen den Zeitraum vom Beginn des Eisenbahnwesens in unserem Bundesland in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkrieges (mit Splittern bis 1938).

Der Hauptbestand beinhaltet in der Hauptsache Akten bzw. Aktenstücke über die Ära der Privatbahnen in Oberösterreich (1832-1882), die Zeit der Staatsbahnen (ab 1882), Akten des ehemaligen Militärbüros der Staatsbahndirektion Linz, Verordnungen und Dienstbehelfe von Bahnlinien außerhalb Oberösterreichs sowie verschiedene kleinere Aktensplitter.

Der Bestand umfasst auch noch 20 großformatige Handschriften und Faszikel, die inhaltlich und thematisch jeweils einer der 120 Schachteln zugeordnet sind, aufgrund ihres Formats aber mit dem Vermerk "außerhalb" und der Schachtelnummer getrennt von der jeweiligen Schachtel aufgestellt wurden.

121 Schachteln, 20 Handschriften
Laufzeit: 19. / 20. Jh.
Literatur: Verz. J 7 (Eisenbahnarchiv), Einleitung 7 ff.

Eisenbahnarchiv / Nachtrag

Der Nachtrag kam in mehreren Teilen ins Landesarchiv und umfasst insgesamt 15 Schachteln sowie einige ungeordnete Faszikel mit Akten. Es handelt sich dabei unter anderem um Archivalien betreffend verschiedene Lokalbahnen, die 1948 von Obervermessungsrat Herbert Jandaurek an das Landesarchiv übergeben wurden. Außerdem sind mehrere Schachteln Akten des Aktions-Komitees für die Lokalbahn Langschlag-Pregarten vorhanden. 1957 wurde vom Magistrat Linz einige Schachteln mit Geschäftsberichten verschiedener Lokalbahnen übernommen und dem Bestand eingegliedert. Außerdem umfasst der Bestand eine Quellensammlung zur Entwicklungsgeschichte des oberösterreichischen Eisenbahnwesens 1956.

15 Schachteln
Laufzeit: 19. / 20. Jh.

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