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Eisenobmannschaft Steyr

Wie beim Salzbergbau waren auch beim Eisenwesen die Reformen Kaiser Maximilians I. der eigentliche Ausgangspunkt für den Aufschwung des Erzbergbaues in Eisenerz. Mit dem Innerberger Amt in Eisenerz entstand eine Zentralbehörde, welche die Aufsicht über das Berg- und Waldwesen und alle damit zusammenhängenden Angelegenheiten führte. Auch der Eisenhandel der Stadt Steyr unterstand der Jurisdiktion des Innerberger Amtmannes. Nach der Trennung der Steiermark von Ober- und Niederösterreich im Jahre 1564 wurde die Notwendigkeit einer vom Innerberger Amt unabhängigen Behörde immer dringlicher. 1584 wurde daher die Eisenobmannschaft in Steyr eingerichtet, welche der niederösterreichischen Regierung und Kammer in Wien direkt unterstellt war. Die Bestände des Eisenobmannschaftsarchivs erstrecken sich daher nicht nur auf Oberösterreich, sondern auch auf das Land unter der Enns. Von einer geregelten Geschäftsführung kann aber erst seit der Tätigkeit des Eisenobmannes Gabriel Ignaz Eberl (1733-1736) gesprochen werden, der die regelmäßige Führung von Amtsbüchern veranlasste. Unter Kaiser Joseph II. erfolgte eine völlige Neuordnung des Geschäftsganges durch die Umwandlung der Eisenobmannschaft in ein Berggericht Steyr.

Durch die mannigfachen Umgruppierungen nach dem Jahre 1848 traten auch beim Archiv der Eisenobmannschaft schwere Verluste ein, so dass die älteren Teile nur mehr lückenhaft überliefert sind. Trotzdem ist der Kern des Bestandes durch die seit der Mitte des 18. Jahrhunderts fast vollständig überlieferten Amtsbücher erhalten geblieben.

Grundbestand: 14 Sch. Akten (15.-18. Jh.), 194 Hss. (16.-19. Jh.)
Mittlere Registratur: 3 Sch. Akten (18. Jh.)
Neuere Registratur: 82 Sch. Akten (18./19. Jh.)

636 Schachteln, 194 Handschriften
Laufzeit: 15. - 19. Jh.
Literatur: Zibermayr, Landesarchiv 184 ff.

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