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Bezirkshauptmannschaften seit 1868

Im Jahre 1868 wurden die gemischten Bezirksämter aufgelöst und an ihre Stelle traten die Bezirkshauptmannschaften bzw. städtischen Magistrate (wie schon 1850-1854).

Anfangs waren es zwölf Bezirkshauptmannschaften, bis 1911 wurden durch Gebietsaufteilungen drei weitere eingerichtet, so dass die Verwaltungsstruktur in Oberösterreich 18 Bezirksverwaltungsbehörden (15 Bezirkshauptmannschaften und 3 Magistrate) umfasste. In der Zeit des Nationalsozialismus (1938-1945) wurden die Bezirkshauptmannschaften in Landkreise und Landratsämter umgewandelt. In diesem Zeitraum gab es auch einige gebietsmäßige Veränderungen. Die Bezirke Eferding und Urfahr wurden aufgelöst und den Landkreisen Grieskirchen bzw. Freistadt und Linz-Land zugeteilt. Weiters kam der Amtsgerichtsbezirk Aussee zum Landkreis Gmunden, und die südböhmischen Landkreise Kaplitz und Krummau wurden dem Gau Oberdonau angegliedert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Verwaltungseinteilung von 1938 wiederhergestellt, und sie blieb in dieser Form bis zum heutigen Tag bestehen.

Die Aktenbestände der Bezirkshauptmannschaften kamen ab 1920 in unregelmäßigen Zeitabständen in das Oberösterreichische Landesarchiv und werden ständig erweitert.

Literatur: Otto Wutzel - Norbert Grabherr, Oberösterreich, in: 100 Jahre Bezirkshauptmannschaften in Österreich (Wien 1970) 54 ff.; Norbert Grabherr, Die Bezirkshauptmannschaften in Oberösterreich, in: Amtliche Linzer Zeitung 1971, F. 6, 105 f.

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